Monthly Archives: Sep 2014

UNU – Der Lautlose


Die Mainzer Elias Atahi und Pascal Blum sind im Herzen Großstädter. In Asien, wo beide unabhängig voneinander studierten, Atahi Elektro- und Informationstechnik und Blum Wirtschafts- und Politikwissenschaften, übten Megacities eine große Faszination auf sie aus. Der schnelle Wandel in Singapur und Shanghai veranlasste sie, nach dem Studium ihren Traum umzusetzen: Das urbane Leben in den Städten nachhaltig mitzugestalten. Elektroroller UNU wurde von beiden entwickelt, um Elektromobilität für jeden einfach und erschwinglich zu machen und das Stadtleben von Verkehr, Abgasen, Lärm und Parkplatznot zu entlasten.

BOLD hatte die Gelegenheit den UNU ein Wochenende lang zu testen und schwebte lautlos durch Berlin. Mit 50 Kilometer Reichweite (eine Akkuladung), einem Gewicht von 58 Kilogramm (ohne Batterie, etwa die Hälfte einer Vespa) und einem Grundpreis von 1.699 EUR ist der UNU die Alternative für eine flexible, abgasfreie, urbane Fortbewegung. Link: www.unumotors.com

Designpreis der BRD


Am vergangen Donnerstag wurde der Formgestalter Professor Karl Clauss Dietel für sein Lebenswerk mit dem Designpreis der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet – der höchsten offiziellen deutschen Auszeichnung im Bereich Design. Er wird seit 1969 ausgelobt und jährlich vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie verliehen.

Dietel habe, so die Jury, die ostdeutsche Designentwicklung bis zur Jahrtausendwende maßgeblich mitgeprägt. 1934 in Reinholdshain geboren, studierte Dietel nach einer Ausbildung zum Ingenieur von 1956-1961 an der Kunsthochschule Berlin Weissensee. Seine Lehrer waren Ernst Vogenauer und Rudi Högner. Nach dem Diplomabschluss gestaltete er im Zentrum Entwicklung und Konstruktion für den Kfz.-Bau Karl-Marx-Stadt (Chemnitz) den Grundentwurf des WARTBURG 353. Dieser PKW wurde in der DDR zum langjährigen Erfolgsmodell. 1963 machte sich Dietel selbständig, unterrichtete 1967-1975 an der Kunsthochschule Halle Burg Giebichenstein, von 1977 an an der Fachschule Angewandte Kunst Schneeberg, deren Direktor er 1986 bis 199o war. Hauptsächlich war Dietel im Fahrzeug- und Maschinenbau tätig.

Er gestaltete zahlreiche Produkte: 1963-1984 seriell nie gefertigte Nachfolger des PKW TRABANT sowie LKW, 1962-199o Mokicks, Roller und Leichtkrafträder für SIMSON Suhl, den Großrechner ROBOTRON R3oo, Schreibmaschinen ERIKA S5o/51 und ERIKA 11o, Rundfunkgeräte HELIRADIO 196o-1991, DIAMANT-Textilmaschinen und vieles andere. Dabei arbeitete er häufig mit seinem früheren Kunsthochschul-Kommilitonen Lutz Rudolph zusammen. Link: www.bundesdesignpreis.de

Neuer Audi TT und TTS


BOLD startete mit dem modernen Klassiker neu durch: Audi bringt die neue Generation des TT und des TTS auf die Straße. Straff und muskulös, athletisch und sprungbereit – die unverwechselbare Linienführung des Ur-TT von 1998 wurde von den Audi-Designern modern interpretiert und um viele dynamische Facetten bereichert. Im Profil des neuen TT und des TTS erinnern viele Details bewusst an den Design-Klassiker der ersten Generation. Die Schwellerkontur formt eine starke Lichtkante, die breiten Radläufe bilden eigene geometrische Körper. Der vordere Radlauf durchbricht die Fuge der Motorhaube, die über der Tür als Tornadolinie zum Heck läuft. Das flache Glashaus wirkt wie ein eigenständiger Körper, ein dezenter Knick im hinteren Seitenfenster betont die C-Säule. Die Tankklappe im klassisch runden TT-Design öffnet sich durch Tippen. Unter ihr gibt es keinen Deckel mehr – der Fahrer kann die Zapfpistole direkt in den Stutzen einführen.

Mit seiner leichten, beinahe schwebenden Linienführung bringt auch das Interieur den Sportwagen-Charakter des neuen Audi TT und des TTS zum Ausdruck. Im Zentrum steht das Konzept der Fahrerfokussierung. Alle Bedienelemente gruppieren sich um den Fahrer herum. Fließende, miteinander korrespondierende Formen prägen die Konsole des Mitteltunnels und die Türverkleidungen. Von oben gesehen ähnelt die schlanke Instrumententafel der Tragfläche eines Flugzeugs.

Übersichtlich und hoch modern: Das Audi virtual Cockpit ist besonders hervorzuheben und ersetzt die analogen Instrumente sowie den MMI-Monitor – ein digitales Kombiinstrument mit hochdetaillierten, vielseitigen Darstellungen. Der Fahrer kann das 12,3 Zoll große volldigitale Display auf zwei Ansichtsmodi umschalten. In der klassischen Ansicht stehen Tacho und Drehzahlmesser im Vordergrund. Im Infotainment-Modus rücken Themen wie die Navigationskarte in den Fokus und die Rundinstrumente werden kleiner dargestellt. Beim TTS gibt es eine zusätzliche Ansicht, die die Nähe zum Rennsport deutlich macht und den Drehzahlmesser in den Mittelpunkt stellt. Link: www.audi.de

Billy Elliot das Musical LIVE


Für nur einen einzigen Tag wird diesen Sonntag, den 28. September, „Billy Elliot das Musical“ im Kino zu sehen sein – und zwar in einer Live-Übertragung aus dem Londoner West End in Kinos in aller Welt. Die Geschichte spielt in einer nordenglischen Bergarbeiterstadt vor dem Hintergrund des Bergarbeiterstreiks im Jahre 1984/85. Es erzählt die bewegende Geschichte des Jungen Billy Elliot, der gegen alle Widerstände seinen großen Traum wahr werden lässt. Billys Reise führt ihn vom Boxring zum Balett-Unterricht, wo er seine eigentliche Passion – das Tanzen – entdeckt und endlich ausleben kann. Damit wird Billy nicht nur zur Inspirationsquelle für seine Famlie und die ganze Gemeinde, sondern krempelt auch sein eigenes Leben unwiderruflich um.

„Billy Elliot das Musical“ basiert auf dem Oscar-nominierten Film und hat seit 2005 mehr als 9,5 Millionen Theaterbesucher zu Begeisterungsstürmen hingerissen. In einem einzigartigen Triumphzug wurde das Musical international mit 80 Preisen ausgezeichnet, darunter zehn Tony Awards und fünf Olivier Awards im Jahr 2009. Für die Inszenierung der Bühnenshow zeichnete das bereits mehrfach preisgekrönte Kreativteam des Films verantwortlich, darunter Autor Lee Hall (Buch & Songtexte), Regisseur Stephen Daldry und Choreograph Peter Darling, zu denen sich auch Musiklegende Elton John hinzugesellte, der den Score des Theaterstücks komponierte.

Lee Hall: „Es ist großartig miterleben zu dürfen, dass „Billy Elliot“ mit diesem atemberaubenden Event einen weiteren Meilenstein erreichen wird. Bei uns zu Hause im West End treten wir gewöhnlich vor 1.500 Zuschauern auf. Es ist einfach überwältigend zu wissen, dass diese sehr besondere Aufführung von Menschen in ihren Stammkinos überall auf der Welt gesehen wird. Diese neue Phase ist für uns ganz besonders herzergreifend, denn Billy wird so für kurze Zeit wieder zu seinen Anfängen zurückkehren – auf die Kinoleinwand.“

Ende des Jahres wird die Show in Holland wieder auf Tournee gehen. Weitere internationale Aufführungen sind bereits in Planung. Link: www.billyelliotthemusical.com

Snowpiercer


„Snowpiercer“ (ab 23.09. auf Blu-Ray und DVD) zeigt, dass auch und gerade Comic-Verfilmungen abseits des Marvel-Universums zu faszinieren wissen. Der Film, der  auf der Graphic Novel „Schneekreuzer“ von Jacques Lob, Benjamin Legrand und Jean-Marc Rochett Fiction-Kino beruht, ist mitreißend, klug und vor allem visuell beeindruckend.

Die Erde in naher Zukunft: Ewiges Eis und Schnee bedecken den einst so grünen Planeten. Kein Leben rührt sich mehr – nur ein Zug, der einsam durch die verlassene Schneelandschaft fährt, bietet den überlebenden Menschen noch Schutz vor der tödlichen Kälte. Doch während die Masse der Verbliebenen im hinteren Teil des Zuges ein Leben in ewiger Dunkelheit fristet, schwelgen vorn die wenigen reichen Passagiere im Luxus. Doch die Zeichen stehen auf Veränderung…

Kultregisseur Bong Joon Ho („The Host“, „Mother“) versammelte eine Schauspielerriege von Weltklasse für seinen Film. In den Hauptrollen glänzen Chris Evans („Captain America“), Tilda Swinton („Michael Clayton“), John Hurt („Alien“), Ed Harris („A History Of Violence“), Jamie Bell („King Kong“) und Song Kang-ho („The Host“).

Auch der Soundtrack ist spektakulär: Komponist Marco Beltrami wurde schon zweimal für den Oscar nominiert („Todeszug nach Yuma“, „The Hurt Locker“) und schrieb für „Snowpiercer“ einen spannungsreichen, teils außergewöhnlichen instrumentierten Orchesterscore. Neben dem Thema der ständigen Bewegung des Zuges und der Kälte der Welt außerhalb des Zuges ist auch der Kampf zwischen den Charakteren als Thema angelegt. Link: www.snowpiercer.de

Unbinding The Book


Über wenige Themen streitet der Kulturbetrieb dieser Tage so leidenschaftlich und mit so unterschiedlichen Positionen wie über die Zukunft des geschriebenen Wortes. Das Studio für visuelle Kunst Jotta präsentiert nun in Kooperation mit der Kreativ-Verlagsplattform Blurb neun künstlerische Arbeiten, die das zukünftige Potenzial des Buches als gedrucktes Objekt so kreativ wie kritisch hinterfragen und dabei die Grenzen der bisherigen Wahrnehmung von Büchern neu verorten. Nicht ganz nebenbei zelebriert „Unbinding the Book“ dabei auch die Kunst der Buchgestaltung und des Geschichtenerzählens in Bildern.

Der kreative Prozess, den jeder Künstler mit seinem Kunstwerk durchlebte, wird auf Website und Blog von „Unbinding the Book“ mit Texten, Interview und Videos dokumentiert. Auf Twitter kann das Projekt über #unbindingthebook verfolgt werden. Zusätzlich kann das dazugehörige Buch mit dem gleichnamigen Titel kostenlos im Blurb Buchshop als eBook heruntergeladen werden.

Die neun Arbeiten werden unter dem Titel „Unbinding the Book – a special project“ vom 26.-28. September in der Londoner Whitechapel Gallery gezeigt, bevor die Ausstellung nach San Francisco und New York weiterzieht. Link: www.unbindingthebook.com

Sofitel Berlin Kurfürstendamm


Die Modernisierung der alten City West in Berlin setzt sich fort: Nach mehrmonatigem Umbau eröffnete kürzlich das Sofitel Berlin Kurfürstendamm mit neuem Design- und Gastronomiekonzept. Der Berliner Architekt Jan Kleihues (der auch für das ursprüngliche Design des Hotels verantwortlich zeichnet und dafür mehrfach ausgezeichnet wurde) hatte sich der Umgestaltung von Lobby und Library sowie des Restaurants Le Faubourg angenommen; zudem hat er die ehemalige Lutèce Bar komplett umgestaltet und als Lounge in die Lobby integriert.

Maßgeblich und stilgebend für die Neugestaltung im Eingangsbereich und der Library ist das Bauhaus mit seinen klaren Linien, kräftigen, starke Kontraste bildenden Farben und einem ausdefinierten, in der Library etwa durch Rietveld-Leuchten geprägten Lichtdesign. Auch in der Bar sprechen Klassiker wie der Vitra-Sessel „Cite“ von Jean Prouvé und der kubische Gropius-Sessel eine klare Sprache. Doch die neue Optik ist nicht die ganze Geschichte: Die Wiedereröffnung wird von einem komplett überarbeiteten gastronomischen Konzept begleitet.

So wird die französische Küche im Restaurant Le Faubourg neu interpretiert, wofür der einigen sicher noch aus dem Ritz Carlton oder dem Le Provencal bekannte Chef de Cuisine Felix Mielke traditionelle und moderne Zubereitungsweisen einander gegenüber stellt. So hat man neben zehn Startern (darunter Exquisites wie gebratene Jakobsmuschel oder confierter Hummer) im Hauptgang die Wahl zwischen Kalb, Rind, Steinbutt und Wolfsbarsch sowie einem rein vegetarischen Gericht, wobei man sich jeweils für die tradierte Zubereitung oder eine Neuinterpretation entscheiden kann. So lässt sich entweder ganz klassisch das Rinderfilet mit Pommes und Sauce Bérnaise oder als Dry-Aged Rumpsteak auf einem Bett aus Parmesan, Spinat, Pinienkernen und roter Beete genießen. Unser ganz persönliches Highlight haben wir jedoch unter den von Chef Pâtissier Raphael Gasque kreierten Desserts entdeckt, bei einer herrliche Marmorierungen malenden Birne Helene mit Blattsilber. Für die perfekte Wein-Begleitung sorgt indes ein echter Star: Der Niederösterreicher Mathias Brandweiner ist der jüngste Sommelier Deutschlands. Link: www.sofitel.com/de/hotel-9387-sofitel-berlin-kurfurstendamm

LOT Polish Airlines


Großzügiger Sitzabstand, leckeres Catering und eine ruhige, exklusive Kabine mit nur 21 Plätzen: Auf unserer BOLD-Recherchereise nach Chicago (siehe aktuelle BOLD THE MAGAZINE Ausgabe 14 2014) konnten wir uns bereits vom Komfort von der „Premium Class“ bei LOT Polish Airlines überzeugen.

Jetzt setzt das polnische Star-Alliance-Mitglied noch eins drauf: Fluggäste der Premium Class, dem Premium Economy-Produkt auf Langstrecken von LOT, erhalten ihre Anschlussflüge in Europa ab sofort in der neuen „LOT Economy Plus“. Damit können die Passagiere bereits auf ihren Zubringerverbindungen von Hamburg, Frankfurt und München nach Warschau an Business Class Schaltern einchecken und schneller ein- und aussteigen. An Bord erhalten sie exklusives Business Class Catering mit kostenlosen Speisen und Getränken sowie aktuelle Tagespresse. Die „Premium Class“ ist auf allen Langstrecken von LOT Polish Airlines verfügbar: Nach New York, Chicago, Toronto und Peking – diese werden exklusiv mit dem Boeing 787 Dreamliner™, dem modernsten Passagierflugzeug der Welt bedient. Link: www.lot.com

Wolfenbütteler Festspiele: Bochum


Warum auf das Licht am Ende des Tunnels setzen, wenn man auch „Licht im Schacht“ haben kann? Unter diesem Namen verwandeln Jägermeister und die Rap-Crew 257ers die Matrix in Bochum am 3. Oktober für nur eine Nacht in eine einzigartige, zwischen düsterem Bergwerkscharakter und neon-fluoreszierender Club-Atmosphäre oszillierende Location.

Mit dicken Beats und breiten Bässen schmeißt das Trio aus Essen, das Ende September sein neues Album „Boomshakkalakka“ veröffentlicht, im untersten Schacht der nur für diesen Abend geschaffenen Schwarzlicht-Erlebniswelt die Party. Unterstützung kommt von den Kollegen SSIO und Karate Andi. Das Publikum kann sich auf diesem Jahrmarkt der Überraschungen austoben, zu einem Teil der Bühneninszenierung werden – und natürlich tanzen, bis irgendwoanders die Sonne wieder aufgeht. Und vielleicht auch noch ein bisschen länger.

Die Veranstaltung bildet den Auftakt einer neuen Reihe der im vergangenen Jahr von Jägermeister ins Leben gerufenen „Wolfenbütteler Festspiele“, die am 18. Oktober in Stuttgart und am 27.11. in Köln fortgesetzt werden, ehe sie schließlich mit einem großen Weihnachtsevent am 6.12. in München für dieses Jahr zu Ende gehen.

Link: www.jaegermeister.de/festspiele

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