Category : CULTURE

BETWEEN ART & FASHION


Carla Sozzani, frühere Chefredakteurin der italienischen Elle und Vogue, hat über viele Jahre Fotografien gesammelt – und seit 1990 in ihrer Mailänder Galerie in enger Verbindung mit zahlreichen international renommierten Fotografen ausgestellt. So zeigte sie auch vier Ausstellungen mit Bildern von Helmut Newton: „Ritratti di donna“ (1993), „Impressions, Polaroids“ (1996), „Us and them“ (1999), zusammen mit seiner Frau June, aka Alice Springs, und „Yellow Press“ (2003). Die persönliche Freundschaft zwischen Carla Sozzani und Helmut Newton mündet 2018 in der Präsentation der vielschichtigen Sozzani-Sammlung in der Helmut Newton Stiftung unter dem Titel Between Art & Fashion. In June’s Room sind anlässlich des 95. Geburtstages von June Newton alias Alice Springs etwa 40 bisher nicht gezeigte Porträts zu sehen, die aus dem Stiftungsbestand ausgewählt wurden. Ausstellung: Between Art & Fashion. Photographs from the Collection of Carla Sozzani. Laufzeit: Bis 18. November 2018. Location: Museum für Fotografie, Jebensstr. 2, 10623 Berlin. Link: www.smb.museum/home.html

Image Credits:  (Bild 1) Mario De Biasi, Gli Italiani si voltano (Italians turn around), 1954 © Archivo Mario De Biasi; (Bild 2) Carlo Mollino Polaroid, 1962-1973 © The Estate of Carlo Mollino; (Bild 3) Erwin Blumenfeld, Le Décolleté (The Décolleté), Victoria von Hagen, for Vogue, New York, 1952 © The Estate of Erwin Blumenfeld; (Bild 4) Paolo Roversi, Meg, Alaïa Dress, 1987 © Paolo Roversi

KÜNSTLER KOMPLEX


Fotografische Porträts von Baselitz bis Warhol: Anhand von rund 180 Arbeiten im Zeitraum von 1917 bis 2000 zeigt die Ausstellung nicht nur die Vielfalt fotografischer Künstler*innenporträts, sie lässt auch die Kunst- und Künstlergeschichte des letzten Jahrhunderts Revue passieren. Berühmte aber auch wenig bekannte Fotografinnen und Fotografen, darunter Berenice Abbott, Brassaï, Henri-Cartier Bresson, Helga Fietz oder Jérôme Schlomoff sind mit ikonischen Porträts von Pablo Picasso und Salvador Dalí über Frida Kahlo und Andy Warhol bis hin zu Jeff Koons und Marina Abramović vertreten. Die Werke stammen aus der Sammlung Angelika Platen. Ausstellung: Künstler Komplex – Fotografische Porträts von Baselitz bis Warhol. Sammlung Platen. Laufzeit: Bis 7. Oktober 2018. Location: Museum für Fotografie, Jebensstr. 2, 10623 Berlin. Link: www.smb.museum/home.html

Image Credits: (Bild 1) Wolfgang Wesener: Keith Haring, 1986 © Wolfgang Wesener; (Bild 2) Jérôme Schlomoff: Georg Baselitz, 1989, © Jérôme Schlomoff, 1988; (Bild 3) Thomas Adel: Marina Abramović, 1994 © Thomas Adel (Bild 4) Lieselotte Strelow: Joseph Beuys, 1967, © Gesellschaft Photo-Archiv e.V. Bonn / VG Bild-Kunst, Bonn 2018

MICHEL COMTE


Von Nadja Auermann über Gisele Bündchen oder Helena Christensen bis hin zu Claudia Schiffer, Naomi Campbell und Bridget Hall: Michel Comte hat mit den weltweit berühmtesten Topmodels  zusammengearbeitet, er produzierte stilprägende Fotostrecken für führende Magazine wie »Harper’s Bazaar«, »Vanity Fair« oder »Vogue«. Comte zählt international zu den bedeutendsten zeitgenössischen Fashion- und Society-Fotografen. Seine expressive Bildästhetik prägte insbesondere die 1990er Jahre und beeinflusst in nachhaltiger Weise bis heute die Fashion-Fotografie. Mit über 70 Arbeiten gibt die Ausstellung »The Nineties« einen umfassenden Einblick in das beeindruckende künstlerische Schaffen von Michel Comte. Sämtliche gezeigten Arbeiten sind hochwertige Vintage-Fotografien und mit einer Originalsignatur versehen. Ausstellung: MICHEL COMTE – THE NINETIES. Laufzeit: Vom 28. Juli bis 15. September 2018. Location: CWC GALLERY, Auguststraße 11–13, 10117 Berlin. Link: www.camerawork.de

Image Credits: CWC GALLERY / CAMERAWORK (Bild 1) © Michel Comte · Gisele Bündchen · 1999; (Bild 2) © Michel Comte · Claudia Schiffer · 1995; (Bild 3) © Michel Comte · Laetitia Casta · 1994; (Bild 4) © Michel Comte · Alek Wek · 2000;  (Bild 5) © Michel Comte · Naomi Campbell

PENDORAN VINCI


Wer kennt nicht die humanoiden Roboter C-3PO und seinen Gefährten R2-D2 aus Star Wars? Science Fiction von gestern wird heute zunehmend zu unserer Realität. Wie weit ist künstliche Intelligenz heute entwickelt, wie interagieren wir mit ihr?  Damit beschäftigt sich die Ausstellung „PENDORAN VINCI. Kunst und künstliche Intelligenz heute“. Künstliche Intelligenz, kurz „KI“, bestimmt schon gegenwärtig einen Großteil unseres Alltags. Wir sprechen mit Siri oder Alexa, um uns nach dem Wetter zu erkundigen oder um nach einem Rezept zu fragen, Gesichtserkennungssysteme registrieren uns in sozialen Medien oder auf öffentlichen Plätzen. Humanoide Roboter begegnen uns bald in Hotel Lobbys oder in der Altenpflege. Die Ausstellung untersucht die aktuellen Entwicklungen von KI und fragt, wie sie unsere Gesellschaft und unser tägliches Leben verändert. Ausstellung: PENDORAN VINCI – KUNST UND KÜNSTLICHE INTELLIGENZ HEUTE. Laufzeit: Bis 19. August 2018. Location: NRW-Forum Düsseldorf, Ehrenhof 2, 40479 Düsseldorf. Link: www.nrw-forum.de

Image Credits: (Bild 1) Justine Emard, Co(AI)xistence, video installation, 12 min, 2017 © Justine Emard / Adagp 2018; (Bild 2) Carla Gannis, Re(presented) Jan 20 [Camerawoman in Landscape], from the Non-Facial Recognition Project, digital portraits, 2011 – ongoing © the artist; (Bild 3) William Latham and Team, Mutator VR Mutation Space, VR Art Experience, Installation at Ars Electronica. 2017 © Ars Electronica

DER BERG RUFT


Die aktuelle Ausstellung in dem außergewöhnlichen Ausstellungsort des Gasometers Oberhausen dreht sich um die Faszination der Bergwelt. Einzigartige Fotografien und Videos entführen die Besucher an felsige Sehnsuchtsorte. Der Höhepunkt der Ausstellung im 100 Meter hohen Luftraum des Gasometers ist eine monumentale Nachbildung des Matterhorns – der legendäre Berg wird anhand von 3D-Projektionen im Wechsel der Tages- und Jahreszeiten eindrucksvoll in Szene gesetzt. Die monumentale Skulptur schwebt seitenverkehrt im riesigen Raum und spiegelt sich im Fußboden der obersten Gasometer-Ebene. Der Projektpartner der Ausstellung, das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) errechnete aus 70 Milliarden Pixeln ein virtuelles Modell mit der 19-fachen  Datenmenge dessen, was auf den besten Kinoleinwänden gezeigt werden kann. Ausstellung: DER BERG RUFT. Bis 30. Dezember 2018. Location: Gasometer Oberhausen, Arenastr. 11, 46047 Oberhausen. Link: www.gasometer.de

Image Credits: (Bilder 1 – 4)  Gasometer Oberhausen (1) Hiker on top of the mountain, Deimage, Foto: Massimo Colombo;  (2) Alpenglühen am Matterhorn, Gasometer Oberhausen, Foto: Thomas Machoczek; (3) Nanga Parbat – known as Killer Mountain, Foto: Yasir Nisar; (4) Sonnenaufgang in den Dolomiten, Foto: Ralf Gantzhorn

SAVOIR VIVRE IN DER WALLONIE


Die Stadt Lüttich und das Lütticher Land haben traditionell viel Genussvolles zu bieten: Neben den goldbraunen Lütticher Waffeln, den Lütticher Bouletten und dem Pèkèt de Wallonie ist das Bier der Marke Jupiler weltweit bekannt. Auch abseits des Mainstreams gibt es Köstliches zu entdecken: Feine Schoko-Ateliers, hausgebrautes Bier und aus belgischem Getreide lokal hergestellter Whisky. Das heißt: Die Region Liège mit allen Sinnen erkunden und einfach genießen! Jean Galler kreiert feinaromatische Schokoladen und Pralinés, praktischerweise stellt er auch noch Weine her – die Kombinationen eröffnen völlig neue Aromawelten. Im Biergarten der „Brasserie C“ lassen sich in entspannter Atmosphäre die hausgebrauten Curtius – Biersorten verkosten. Der Belgian Owl Whisky entsteht in einer kleinen und feinen Distillerie – Besucher*innen sind zum Verkosten willkommen. BOLD  Restaurant  Tipp: Das L´Air de Rien von Spitzenkoch Stephane Diffels. Anreise am besten per Thalys, um das architektonische Highlight des futuristischen Lütticher Hauptbahnhofs nicht zu verpassen. Belgien Tourismus Wallonie: www.belgien-tourismus-wallonie.de Galler Chocolatiers: www.galler.com  Brasserie Curtius: www.brasseriec.com  Belgian Owl Whisky:  www.belgianwhisky.com Restaurant L´Air de Rien: www.lairderien.be Thalys: www.thalys.com

Image Credits: Fotos 1 bis 5: BOLD THE MAGAZINE, H. G. Teiner

MADE IN BERLIN


Jetzt gibt es eine glanzvolle Fotoausstellung bei CAMERA WORK in Berlin zu sehen: „Made in Berlin“. Die Kunstschau umfasst rund 100 Fotografien von mehr als 20 Künstler*innen, die sich in ihren Arbeiten mit dem Thema Berlin auseinandergesetzt haben. Ob Persönlichkeiten der Stadt, Künstler, Künstlerinnen, Models und die Berliner Szenen und Sub-Kulturen: Die Künstler und Künstlerinnen fangen in ihren Werken jeweils einen Augenblick, einen Mikrokosmos, eine Zeit oder eine Story der Stadt ein. Ein buntes, aufregendes, spannendes, ein kunstvolles Gesamtporträt der Stadt Berlin entsteht im Kopf des Betrachtenden. Mehr zu dieser Ausstellung in der nächsten Heftausgabe BOLD THE MAGAZINE No. 36. Ausstellung: MADE IN BERLIN. Laufzeit bis 25. August 2018. Location: CAMERA WORK, Kantstraße 149, 10623 Berlin. Link: www.camerawork.de

Image Credits: (Bild 1) © ELLEN VON UNWERTH, PAN AM GARAGE, BERLIN, 2011; (Bild 2) © OLAF HEINE, RAMMSTEIN (OLYMPIASTADION), BERLIN, 1999; (Bild 3) © ELLEN VON UNWERTH, BRANDENBURGER TOR, BERLIN, 2015

STREET. LIFE. PHOTOGRAPHY


Der „urban space“ ist eines der schillerndsten Sujets innerhalb fotografischer Bildwelten. Die Ausstellung „Street. Life. Photography. Street Photography aus sieben Jahrzehnten“ im Haus der Photographie in den Deichtorhallen Hamburg, umfasst rund 52 fotografische Positionen mit über 320 Arbeiten, die zur 7. Triennale der Photographie Hamburg gezeigt werden. Klassiker der Street Photography wie Diane Arbus, Robert Frank, Lee Friedlander, William Klein und Martin Parr werden in der Ausstellung gemeinsam mit jungen internationalen Positionen wie Maciej Dakowicz, Mohamed Bourouissa, Ahn Jun, Doug Rickard und Harri Pälviranta präsentiert. Ausstellung: Street. Life. Photography. Street Photography aus sieben Jahrzehnten. Laufzeit bis 21. Oktober 2018. Location:  Deichtorhallen Hamburg – Haus der Photographie, Deichtorstr. 1-2, 20095 Hamburg, Link: www.deichtorhallen.de

Image Credits: (Bild 1) Maciej Dakowicz, Ohne Titel, aus der Serie: Cardiff After Dark, 2005–2011, 25. November 2007. Courtesy of Maciej Dakowicz, Inkjet-Print © Maciej Dakowicz; (Bild 2) Siegfried Hansen: Hamburg, 2006, aus der Serie: Hold The Line, Hamburg 2006, © Siegfried Hansen; (Bild 3) Andreas Herzau, Girl, aus der Serie: Moscow Street, 2008. Courtesy of Andreas Herzau / Galerie SOIZ Copyright © Andreas Herzau / courtesy Galerie SOIZ

LIU XIAODONG


Der chinesische Künstler Liu Xiaodong ist in Asien längst ein Superstar und gehört zu der legendären Künstlergeneration, die friedlich auf dem Platz des Himmlischen Friedens demonstrierte, mit dem System aneckte und Jahre später weltweit Furore machte. „Langsame Heimkehr“, eine gemeinsame Ausstellung von Kunsthalle Düsseldorf und NRW-Forum Düsseldorf, widmet dem chinesischen Ausnahmekünstler die weltweit erste umfassende Retrospektive. Gezeigt werden Arbeiten aus den Jahren 1983 bis 2018, rund 60 Gemälde, Bildskizzen, Fotografien, übermalte Fotografien, eine digitale Malmaschine, Tagebuchnotizen und der im Ausland gefeierte schwarz-weiße Avantgardefilm „The Days“ (1993) des Regisseurs Wang Xiaoshuai. Es erfolgt eine thematische Aufteilung in vier Kapitel: Den Ausgangspunkt bildet der Ort Jincheng (Liaoing-Provinz), an dem Liu Xiaodong 1963 geboren wurde und aufwuchs. Das zweite Kapitel behandelt die Reisen innerhalb Chinas, das dritte das Unterwegssein außerhalb der Heimat und das letzte Kapitel die Heimkehr nach Peking. Ausstellung: LIU XIAODONG –  LANGSAME HEIMKEHR. Laufzeit: 9. Juni bis 19. August 2018. Location: NRW-Forum Düsseldorf, Ehrenhof 2, 40479 Düsseldorf. Link: www.nrw-forum.de und Kunsthalle Düsseldorf, Grabbeplatz 4, 40213 Düsseldorf, Link: www.kunsthalle-duesseldorf.de

Image Credits: (Bild 1) A scene in a fishing village, Hainan Island, 1987 © Liu Xiaodong; (Bild 2) Xia Xing in Nandaihe, 1992 © Liu Xiaodong; (Bild 3) Your City 1, 2017 Oil on Canvas 220 x 260cm © Liu Xiaodong; (Bild 4) Self-Portrait, 2010 Oil on canvas 33 x 47 cm © Liu Xiaodong

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