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Designpreis der BRD


Am vergangen Donnerstag wurde der Formgestalter Professor Karl Clauss Dietel für sein Lebenswerk mit dem Designpreis der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet – der höchsten offiziellen deutschen Auszeichnung im Bereich Design. Er wird seit 1969 ausgelobt und jährlich vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie verliehen.

Dietel habe, so die Jury, die ostdeutsche Designentwicklung bis zur Jahrtausendwende maßgeblich mitgeprägt. 1934 in Reinholdshain geboren, studierte Dietel nach einer Ausbildung zum Ingenieur von 1956-1961 an der Kunsthochschule Berlin Weissensee. Seine Lehrer waren Ernst Vogenauer und Rudi Högner. Nach dem Diplomabschluss gestaltete er im Zentrum Entwicklung und Konstruktion für den Kfz.-Bau Karl-Marx-Stadt (Chemnitz) den Grundentwurf des WARTBURG 353. Dieser PKW wurde in der DDR zum langjährigen Erfolgsmodell. 1963 machte sich Dietel selbständig, unterrichtete 1967-1975 an der Kunsthochschule Halle Burg Giebichenstein, von 1977 an an der Fachschule Angewandte Kunst Schneeberg, deren Direktor er 1986 bis 199o war. Hauptsächlich war Dietel im Fahrzeug- und Maschinenbau tätig.

Er gestaltete zahlreiche Produkte: 1963-1984 seriell nie gefertigte Nachfolger des PKW TRABANT sowie LKW, 1962-199o Mokicks, Roller und Leichtkrafträder für SIMSON Suhl, den Großrechner ROBOTRON R3oo, Schreibmaschinen ERIKA S5o/51 und ERIKA 11o, Rundfunkgeräte HELIRADIO 196o-1991, DIAMANT-Textilmaschinen und vieles andere. Dabei arbeitete er häufig mit seinem früheren Kunsthochschul-Kommilitonen Lutz Rudolph zusammen. Link: www.bundesdesignpreis.de

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