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Fotoprojekt Chernobyl30


Am 26. April 1986 fasste Anatoli Stepanowitsch Djatlow den folgenschweren Entschluss, im Block 4 des Kernkraftwerks Tschernobyl die Simulation eines vollständigen Stromausfalls durchzuführen. Es kam zu einem unkontrollierten Leistungsanstieg, der letztendlich zur Explosion des Reaktors führte – weite Teile Europas und der UdSSR wurden radioaktiv verseucht.

Der aus Sydney stammende Fotograf Heiko Roith, ansonsten vor allem im Auftrag von Musikern wie Alice Cooper oder Bonnie Tyler unterwegs, hat nun die Auswirkungen des Super-Gaus von Tschernobyl in erschütternden Bildern festgehalten. Im nächsten Jahr wird der havarierte Reaktorblock mit einem dauerhaften Schutzmantel gedeckelt und verschwindet so für immer aus unserem Blickfeld. Umso wichtiger ist Roiths fotografisches Mahnmal.

Das erste Shooting im August 2014 fand aufgrund der politischen Unruhen in der Ukraine und wegen der teils beträchtlichen radioaktiven Strahlung unter beklemmenden Bedingungen statt, weitere Shootings sind für die nächsten Monate geplant. Die Ausstellung, von der wir hier schon jetzt eine Auswahl zeigen können, eröffnet am 26. April 2015 in Nordbayern, das damals massiv von radioaktiven Niederschlägen betroffen war. Weitere Stationen sind Hamburg, München, Philadelphia und Schweden, ehe die Ausstellung anlässlich des 30. Jahrestags der Katastrophe am 26. April 2016 der Stadt Tschernobyl übergeben wird, wo sie dann dauerhaft zu sehen sein wird.

Link: www.chernobyl30.com

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