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Georgie Bell


Georgie Bell pflegt eine langjährige Leidenschaft für Whiskey und möchte ihre Begeisterung sowie ihr Wissen als neue Markenbotschafterin von Mortlach Single Malt mit der Welt teilen. Die Beigeisterung für Whiskey entwickelte sie während ihres Geografiestudiums an der Universität von Edinburgh. Sie arbeitete in verschiedenen hochklassigen Bars in der Stadt und nahm an mehreren Wettbewerben teil. Auch ihre Abschlussarbeit widmete sie ihrem Lieblingsthema: Whiskey. Nach dem Studium arbeitete sie zunächst als Markenbotschafterin für „The Scotch Whiskey Society“, heute ist sie Mortlach-Botschafterin bei Diageo –dem weltweit führenden Anbieter internationaler Premium-Spirituosen, Biere, Weine und Mixgetränke. Ihr Ziel, historische Whiskey-Stereotypen abzuschaffen, erreicht die 25-jährige durch ihre Leidenschaft und ihre mitreißende Persönlichkeit. BOLD THE MAGAZINE traf sie letzte Woche in der Bar des Designerhotels The Weinmeister.

In Edinburgh haben Sie Geografie studiert und nun arbeiten Sie in einem ganz anderen Bereich. Was fasziniert Sie so sehr an der Arbeit mit Whiskey?

Während des Studiums habe ich schon als Bartenderin in einer Cocktailbar gearbeitet, wo ich viel über Whiskey gelernt habe. Am meisten faszinierte mich nicht nur der vorzügliche Geschmack, sondern auch die Whiskey Kultur und Geschichte, seine regionale Identität und sein Erbe, worüber ich dann auch in meiner Abschlussarbeit schrieb. Nach meinem Universitätsabschluss 2011 dachte ich mir dann, warum nicht einfach in dem Bereich bleiben und versuchen hier einen Job zu finden. Ich finde es interessant und sehr reizvoll mit den Stereotypen zu brechen, die so mancher über Whiskey hat, und die Menschen erkennen zu lassen, dass Whiskey genau so einfach zu verstehen ist, wie jede andere Spirituosenart auch.

Was macht den Mortlach Single Malt Whiskey so besonders?

Der Mortlach Whiskey war die erste legale Brennerei in Dufftown und verfügt darüber hinaus über ein ganz besonderes Destillierungsverfahren. Er wurde über Jahrzehnte lang zurückgehalten – fast wie ein schlafender Tiger. Nur einige wenige Flaschen erreichten Kenner und Insider, die diesen edlen Whiskey zu den Top 5 der Whiskeysorten zählten. Ich bin sehr stolz darauf nun das große Geheimnis um Mortlach Single Malt zu lüften.

Was genau ist Ihre Aufgabe als globale Markenbotschafterin von Mortlach Single Malt?

Jeder Tag ist anders – keiner gleicht dem anderen. Ich bin viel auf Reisen und treffe verschiedene Menschen, denen ich versuche, den Geschmack von Mortlach Single Malt näher zubringen und sie über seine Geschichte aufzuklären. Ich mache also Mundpropaganda für Mortlach und teile sein Erbe mit der Welt. Es ist ein Bisschen so, als würde ich auf einem Dach stehen und das Geheimnis um den Mortlach Whiskey in die Welt hinaus rufen.

Ist Whiskey nicht eine Männerdominierende Branche? Wie schwierig war es für Sie sich als Frau zu beweisen und mit den Männer mitzuhalten?

(lacht) Naja, es ist doch eher so, dass die Männer mit uns mithalten müssen, oder? Es stimmt schon, Whiskey hat leider den Ruf als Männergetränk. Aber eigentlich ist es das gar nicht. Vor einigen Jahren war ich auch nicht der größte Whiskey-Fan. Aber je mehr ich probiert habe, desto mehr mochte ich ihn und heute dreht sich für mich alles um den Geschmack. Auf meinen Whiskey-Tastings versuche ich den Geschmack auf das kleinste hinunterzubrechen. Ich gebe den Leuten ein Glas Mortlach Single Malt in die Hand, zunächst riechen sie nur Whiskey, dann aber kommt eine Note von Vanille oder Orange hinzu und der Whiskey wird auf einmal mit ganz anderen Augen betrachtet.

Was genau mögen sie am Geschmack von Whiskey und wie werden Sie die Frauenwelt von Mortlach Single Malt überzeugen?

Es gibt nicht nur eine Geschmacksrichtung von Whiskey – jeder Whiskey schmeckt anders, sogar der gleiche Whiskey kann anders schmecken, je nach dem, in welcher Stimmung man sich selbst befindet, welches Essen man dazu isst, welche Tages oder Nachtzeit gerade ist. Whiskey kann genauso zelebriert werden wie Wein beispielsweise auch. Und dort setze ich an. Ich schaffe eine freundliche und gemütliche Umgebung und lasse die Frauen eine Reihe verschiedener Whiskeys probieren. Am Ende werden sie zumindest von einem der Whiskeys beigeistert sein.

Die Marke Mortlach Single Malt wurde viele Jahre im Verborgenen gehalten. Warum gehen Sie gerade jetzt damit an die Öffentlichkeit?

Ja, das stimmt. Ich war sehr froh, als das Jobangebot für Mortlach kam und endlich das Geheimnis ans Tageslicht getragen wird. Durch seine Besonderheit erfreut sich Mortlach Single Malt hohen Ansehens und gehört zu den besten Mischungen der Welt. Jedoch gibt es keinen besonders großen Vorrat. Es gibt aber immerhin genug und diesen Vorrat wollen wir der Öffentlichkeit nicht vorenthalten.

Mortlach Single Malt ist ein Familienunternehmen der Cowies und Alexander Cowie kreierte ein ganz neues Destillierungssystem. Was war so besonders daran?

Das ist richtig. 1823 fing die Destillationsgeschichte um den Mortlach Whiskey der Cowies an. George Cowie war ein großer Ingenieur und Architekt und widmete seinen Pioniergeist, seine Expertise und seine Liebe zur Genauigkeit der Herstellung von Single Malt Scotch Whisky. Nach George Cowies Tod kehrte sein Sohn Alexander, der bis dahin um die Welt gereist war, aus Hongkong nach Dufftown zurück und übernahm die Leitung der Brennerei. Er führte Experimente im Destillieren durch und kreierte so ein einzigartiges, exakt ausgeklügeltes Destillationssystems – den 2.81 Destillationsprozess, der von Kennern auch „The Beast of Dufftown“ genannt wird. Durch das Destillieren wird der Whiskey gesäubert und es entsteht eine dicke, klebrige Masse. Das Resultat ist ein komplexer und vollmundiger Whisky. Diese Technik wird auch heute noch angewandt.

Was sind die nächsten Schritte für Mortlach Single Malt?

Diesen Sommer werde ich weiterhin auf Produktlaunch sein. Es geht nach China, den USA und nach Europa. Außerdem sind Erweiterung im Destillierungsbereich geplant – umfangreiche Investitionen, um die Kapazitäten der Brennerei zu verdoppeln und den Whiskey von Mortlach weltweit bekannter zu machen.

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