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Get On Up


Das Einzige, was an diesem Film nicht stimmt, ist der deutsche Untertitel „Die James Brown Story“. Denn „Get On Up“ (seit 9. Oktober bundesweit im Kino) ist kein klassisches Biopic, das den mutmaßlichen roten Faden im Leben des „Godfather of Soul“ ausmachen möchte. Vielmehr berührt der Film in seinen knapp zweieinhalb Stunden eher im Vorbeigehen einige zentrale Episoden – Browns Begegnungen mit den jungen Rolling Stones (Mick Jagger co-produzierte den Streifen) und Little Richard, seine Auftritte in Vietnam und kurz nach der Ermordung Marthin Luther Kings – nutzt diese aber eher als Hintergrund für prächtiges Ausstattungskino und unglaublich funkige Songnummern: Von den polierten Schuhen bis zur Geltolle der Flaming Flames, Browns erster Combo, alles sitzt wie angegossen.

Und zwar einem Mann: Chadwick Boseman. Unter der losen Regie von Tate Taylor („The Help“) und begleitet von einem tollen Support-Cast (u.a. Nelsan Ellis, Viola Davis, Dan Aykroyd, Octavia Spencer und in einer schnieken Nebenrolle Sänger Aloe Blacc) darf der Newcomer glitzern, funkeln, prahlen – und singen, krächzen und schreien, was das Zeug hält. „Get On Up“ ist ganz seine Bühne, ganz seine Show. Das Ticket lohnt sich.

Link: www.get-on-up-film.de

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