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Michał Szlaga – Shipyard


Im Rahmen des Europäischen Monats der Fotografie präsentiert das Polnische Institut Berlin die erste Einzelausstellung von Michał Szlaga außerhalb Polens. Mit seiner in den vergangenen 15 Jahren entstandenen Serie zum Abriss der bedeutenden Werft in Gdańsk ist er zu einem der wichtigsten polnischen Dokumentarfotografen der Gegenwart avanciert. In sachlichen Kompositionen präsentiert Michał Szlaga historische Gebäude auf dem Werftgelände vor und nach ihrem Abriss, darüber hinaus Porträts verbleibender Schiffe, Kräne, Arbeiter und Interieurs.

1980 formierte sich in der Werft mit der Gewerkschaft Solidarnośc die Keimzelle der polnischen Demokratiebewegung. Sie sollte entscheidend zum Fall des Ostblocks beitragen. In den vergangenen Jahren mussten viele der Werftgebäude den Kulissen des neuen postkommunistischen Ostens weichen; gerade wird dort ein Luxuseinkaufszentrum gebaut. Als Michał Szlaga begann, die Transformation des bedeutenden Ortes zu dokumentieren, war er 22 Jahre alt und wohnte in einer Künstlerkommune auf dem Gelände. Aus dem Projekt wurde ein umfangreiches Bildarchiv und fotografisches Monument. Vor kurzem machte sich Szlaga mit der Kamera bis ins indische Alang auf, wo die in der Werft gebauten Schiffe demontiert und verwertet werden.

Die Ausstellung, die noch bis zum 21. November dienstags bis freitags zwischen 10 und 18 Uhr geöffnet ist, zeigt 35 Fotografien, eine Projektion mit 24 Dias und einen Film über die Reise nach Alang. Link: www.polnischekultur.de

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