Tag Archives: Berlin

CLAUDIA SCHIFFER


Sie war 17 Jahre jung als sie 1987 in einer Düsseldorfer Disco für die Modewelt entdeckt wurde. Kurz darauf erschien Claudia Schiffer schon auf dem Cover von ELLE. Ein Jahr danach lief sie für Chanel über den Laufsteg. Ein furioser Senkrechtstart, eine märchenhafte Traumkarriere. Blonde Haare, blaue Augen, sinnlicher Mund: Atemberaubend schön. Und natürlich „normal“ zugleich. Ebenso sehr diszipliniert und etwas unnahbar. Claudia Schiffer ist mit dem englischen Filmproduzenten Matthew Vaughn („Kingsman – The Secret Service“) verheiratet, hat drei Kinder und lebt in London. Die Ausstellung „Claudia Schiffer“ in Berlin umfasst 100 Fotografien und ist die bisher umfangreichste Ausstellung mit dem Supermodel. Mehr als 15 international renommierte Fotokünstler und -künstlerinnen präsentieren ihre Aufnahmen aus Fashion-Shootings, Portrait- und Aktsitzungen: Ellen von Unwerth, Miles Aldridge, Hans Feurer, Michel Comte, Camilla Akrans, Herb Ritts, Peter Lindbergh und Dominique Issermann. Zur Ausstellung erscheint der Fotoband „Claudia Schiffer“ im Prestel Verlag. Ausstellung: CLAUDIA SCHIFFER. Laufzeit bis 11. November 2017. Location: CWC GALLERY, Auguststraße 11–13, 10117 Berlin. Link: www.camerawork.de/de/cwc-gallery

Image Credits: (Bild 1) © ARTHUR ELGORT, CLAUDIA SCHIFFER ON HOOD, VALENTINO ADVERTISING CAMPAIGN, 1995; (Bild 2) © ELLEN VON UNWERTH, BIG IN AMERICA, CLAUDIA SCHIFFER, NASHVILLE, 1989; (Bild 3) © HERB RITTS, CLAUDIA SCHIFFER; (Bild 4) © GIOVANNI GASTEL, CLAUDIA SCHIFFER FOR DIOR, PARIS, 1989

GABO


Mit einer Fotostrecke über Herbert Grönemeyer samt Stern-Titel hatte die deutsche Fotografin GABO 1986 ihren großen Durchbruch. Es folgten zahlreiche Porträts und Fotostrecken von Berühmtheiten aus Musik, Unterhaltung, Politik und Gesellschaft. Viele Jahre lang war GABO, die eigentlich Gabriele Oestreich heißt, die Fotografin der Toten Hosen. Die Ausstellung in der Humboldt-Box gibt einen Vorgeschmack auf das künftige internationale Zentrum für Kunst, Kultur, Wissenschaft und Bildung. Die Sky-Lounge in der 4. Etage erstrahlt schon mal in Glanz und Glamour. Parallel zur Berlin Art Week präsentiert die Kunstgalerie LUMAS unter dem Titel FAME die Starportraits von GABO. Die Ausstellung zeigt Portraits aus den letzten 30 Jahren sowie bisher unveröffentlichte Polaroids. Insgesamt über 80 Original Fotografien von GABO, die im Anschluss an die Ausstellung einmalig käuflich erworben werden können. Darunter zu sehen sind die Portraits von Boris Becker, Angelina Jolie, Nina Hagen und Yoko Ono genauso wie die von Sir Peter Ustinov, Udo Jürgens und Campino. Ausstellung: GABO – FAME. Bis 17. September 2017. HUMBOLDT-BOX BERLIN, Schlossplatz 5, 10178 Berlin. Links: www.humboldt-box.com   www.lumas.de

Image Credits: (Bild 1)  Portrait GABO by Ralf Juergens; (Bild 2) GABO: Nina Hagen; (Bild 3) GABO: Axel Milberg; (Bild 4) GABO: Boris Becker

ROBERT DOISNEAU


Nur wenige Fotografen sind mit einem einzigen Bild weltweit so berühmt geworden. „Le Baiser de l’Hôtel de Ville“ ist ein solches Bild. Robert Doisneau (1912-1994) hat es im März 1950 vor einem Pariser Straßencafé aufgenommen. Das Bild des sich küssenden Paares wurde zum Sinnbild von Paris als „Stadt der Liebe“ und zählt zu den Ikonen der Fotografie. Das Bild ist allerdings nicht durch reinen Zufall entstanden und es war für das Magazins LIFE bestimmt. Doisneaus Werk umfasst etwa 350.000 Fotografien, die Ausstellung gibt mit 100 ausgewählten Arbeiten – zum Großteil entstanden in den 1940er- und 50er-Jahren – entscheidende Einblicke in seine spezielle Weise, die Welt zu sehen. Bis heute steht Robert Doisneau für eine „humanistische Fotografie“, die sich den Menschen in ihrem Alltag zuwendet. Robert Doisneau sagte einmal: „Meine Fotos gefallen den Leuten, weil sie darin wiedererkennen, was sie sehen würden, wenn sie aufhören würden, sich abzuhetzen. Wenn sie sich Zeit nehmen würden, um die Stadt zu genießen …“ „Robert Doisneau – Fotografien. Vom Handwerk zur Kunst“. Dauer: Bis 05. März 2017. Location: Martin-Gropius-Bau, Niederkirchnerstraße 7, 10963 Berlin. Link: www.berlinerfestspiele.de

Image Credits: Robert Doisneau: Le Baiser de l’Hôtel de Ville, Paris, 1950, © Atelier Robert Doisneau, 2016; Robert Doisneau: Hommages respectueux, 1952; © Atelier Robert Doisneau, 2016; Robert Doisneau: Mademoiselle Anita, 1951, © Atelier Robert Doisneau, 2016

A HERITAGE TRANSPOSED


Aktuelle Positionen zu einem Land mit traditionell reicher Kultur sind in Berlin zu sehen, der Iran wird aus verschiedenen und überraschenden Perspektiven gezeigt. Traditionelles, gesellschaftliche und politische Veränderungen, wie die Islamische Revolution oder der Iran-Irak Krieg, die beginnende Öffnung zur westlichen Welt und die Emanzipation der Frauen bis zur Dynamik der Großstadt Teheran werden thematisiert. Die Meinungsfreiheit und künstlerische Freiräume im Iran wachsen offenbar, die Frage ist: Wie weit reichen die neuen Freiheiten tatsächlich? Diese Ausstellung ist in der Lage, darauf konkrete Antworten zu geben.

Die Ausstellung vereint Arbeiten junger Künstlerinnen und Künstler, die zum Teil aus dem Iran stammen und in Berlin studieren, mit Werken international etablierter Künstler, deren Werke in renommierten öffentlichen wie privaten Sammlungen vertreten sind. Sie vereint die Authentizität ihrer Arbeiten, die Diversität der Biographien und Interessen, die Kompatibilität der Ästhetik sowie eine intensive Beschäftigung mit persönlichen, kulturellen, politischen und historischen Themen. A HERITAGE TRANSPOSED. EINE AUSSTELLUNG MIT: SHIVA AHMADI, SHOJA AZARI, WIM DELVOYE, AZIN FEIZABADI, RAMIN HAERIZADEH, ROKNI HAERIZADEH, ANAHITA RAZMI, NEDA SAEEDI, INGEBORG ZU SCHLESWIG-HOLSTEIN, SETAREH SHAHBAZI UND ROBERT WILSON. KURATIERT VON ANAHITA VON PLOTHO. Bis 25 Feb. 2017. Location: BOX Freiraum GmbH, Boxhagener Straße 93/96, 10245 Berlin-Friedrichshain. Link: www.box-freiraum.berlin

Image Credits: SHIVA AHMADI, LOTUS, 2014, VIDEOINSTALLATION, DIMENSIONEN VARIABEL, EDITION 2/5 +1 AP, COURTESY DIE KÜNSTLERIN UND LEILA HELLER GALLERY, NEW YORK / DUBAI; RAMIN HAERIZADEH, STILL LIFE, KING AND QUEEN TOMATO, 2011, PAPIERKOLLAGE, ACRYL UND TINTE AUF LEINWAND, 170 CM X 140 CM, COURTESY PRIVATSAMMLUNG, MÜNCHEN; SETAREH SHAHBAZI, SPECTRAL DAYS, 2013, C-PRINTS ODER PIGMENTPRINTS, VERSCHIEDENE MASSE, EDITION VON 3 + 1 AP, COURTESY DIE KÜNSTLERIN UND GYPSUM GALLERY, KAIRO

Win: Limitierte Edition L1


Berlin ist mehr als eine Stadt und vielmehr als nur die Summer ihrer Teilchen. Das dachten auch die Gründer der Uhrenmanufaktur Lilienthal Berlin. „Die Idee, eine eigene Uhr zu kreieren, haben wir tatsächlich mehr oder weniger während eines Spaziergangs auf dem Tempelhofer Flugfeld getroffen“, sagt Lilienthal Mitgründer Jacques Colman. „Ich selbst habe 2006 und 2007 in Berlin gewohnt, liebe die Stadt und wollte seither immer zurück. Wir fanden einfach, dass die Zeit reif ist für eine Uhr, die das Lebensgefühl der Stadt quasi als DNA in sich trägt.“

Lilienthal Berlin ist für seine Details bekannt und natürlich dürfen diese auch bei der auf 333 Stück limitierten Weihnachts-Edition nicht fehlen: Das dreigliedrige Zifferblatt steht als Symbol für den komplexen Charakter der Stadt, das Gehäuse mit Bruch erinnert an die wechselhafte Geschichte Berlins. Die Form der Krone bildet die berühmte Berliner Weltzeituhr nach, während die verwendeten Schrifttypen die Gestaltung der Ost- und Westberliner Straßenschilder aufgreifen. Der Titel der Uhr soll eine Liebeserklärung an die Berliner Nächte sein, in denen die Stadt, immer wieder aufs Neue, zum Leben erwacht.

Die L1 „Die weiße Nacht“ gibt es mit dem neuen Gehäuse-Finish „matt Schwarz“ in Gun Metal-Optik und einem schwarz galvanisierten Zifferblatt. Ein Set aus zwei vegetabil gegerbten Armbändern in schwarz und weiß komplettiert die limitierte Edition. Die L1 bereitet sowohl Frauen als auch Männern Freude, und nicht zuletzt sei erwähnt, dass Lilienthal Berlin Uhren natürlich in Berlin designt und entwickelt werden. Zudem gehen 5 Euro jeder verkauften Uhr an www.betterplace.org und soziale Projekte für Kinder in Berlin. Link: www.lilienthal.berlin

BOLD verlost eine L1 „Die weiße Nacht“ unter den ersten Einsendern! Verratet uns via eMail, was Ihr an Berlin so liebt? Gewinn-E-Mail an: LilienthalBerlin@bold-magazine.eu (Name, Anschrift, eMail-Adresse und Telefon-Nummer nicht vergessen). Viel Glück!

BERLINER LISTE 2016


Schon der Veranstaltungsort ist spektakulär: Das Kraftwerk Berlin. Hier wird auf drei Ebenen und auf über 8.000 Quadratmetern aufregende und aufstrebende zeitgenössischer Kunst präsentiert. Mit 112 Galerien, Projekträumen und Künstlern aus 25 Ländern und fünf Kontinenten, die auf drei Ebenen im Kraftwerk Berlin ausstellen, ist die BERLINER LISTE 2016 die größte internationale Kunstmesse in der Stadt. Sie findet gerade zur Berlin Art Week statt. Fast die Hälfte der Aussteller ist international, darunter die Kalashnikovv Gallery aus Südafrika, der Künstler Martin George aus Australien und die Galerie Art & Space 312 aus der Republik Korea. Ein besonderes Highlight stellen die mehrere Tonnen schweren Skulpturen des taiwanischen Künstlers Kang Mu-Xiang dar, der ausgediente Aufzugsseile aus Stahl zu modernen Skulpturen upcycelt.

113 Positionen von zeitgenössischen Künstlern aus Japan umfasst die von dem japanischen Künstler Rin Terada kuratierte Ausstellung „Japanese Young Artist Group“ (JYAG) – eine Ausstellung, wie sie in Deutschland bisher noch nie zu sehen war. JYAG zeigt einen repräsentativen Querschnitt zeitgenössischer japanischer Kunst, darunter traditionell japanische Maltechniken z.B. mit Washi (handgeschöpftem japanischen Papier), Werke mit Mineralfarben und Gold-Silber-Folie, Neo-Pop-Werke im Stil von Mangas, minimalistische Kunst, Digital Art, Fotokunst sowie figürliche und abstrakte Objektkunst. Nach dem erfolgreichen Start auf der KÖLNER LISTE 2016 wird in Berlin die Urban Art Section gelauncht, in ihr findet sich das Lebendige, Authentische und Nicht-Elitäre von Graffitis und Street Art. Zum vierten Mal findet die Photography Section statt, die sich als internationale Plattform für Fotografinnen und Fotografen mit dem Blick für das Besondere versteht. BERLINER LISTE 2016 – FAIR FOR CONTEMPORARY ART. Location: Kraftwerk Berlin, Köpenicker Straße 70, 10179 Berlin-Mitte. 15. bis 18. September 2016. Link: www.berliner-liste.org

Fotos / Bildnachweise: ANDREY KEZZIN, SALOMÉ, COURTESY THE ARTIST; TOMMASO BET, COURTESY STUDIO GR; ANOOK CLÉONNE, COURTESY PINE WOOD FINE ART; JAN KÜNZLER, COURTESY THE ARTIST; LOCATION KRAFTWERK BERLIN, © UWE STEINERT, BERLIN / FR BERLINER LISTE

Join the ride


Die kostenfreie Priceless Berlin Bustour: Entdecke die Hauptstadt mit Priceless Berlin ganz neu – vom 15.09.2016 bis 11.10.2016 mit dem einzigartigen und kostenfreien Hop-on-Hop-off-Bus (nur für Mastercard Karteninhaber). Die Tour führt zum Brandenburger Tor vorbei an der Siegessäule, der Kaiser-Wilhelm-Gedächtnis-Kirche zum Alexanderplatz und wird von einem erfahrenen Guide moderiert. An diversen Stopps kann man auch Priceless Berlin Partner besuchen, verborgene Plätze wie die Rosenhöfe und die versunkene Bibliothek entdecken oder überraschende Kulinarik erleben, und einfach an einem der Haltepunkte wieder einsteigen. Sieben Bus Stops sind über die Strecke quer durch die Stadt verteilt und bieten genug Flexibilität für eigene Erkundungen.

Einfach MasterCard Karte zeigen und los: Start und Ziel ist der Pop-up Store Torstraße 95, Berlin. Abfahrt von dort aus ist immer täglich um 12 Uhr, 14 Uhr, 16 Uhr, 18 Uhr, außer sonn- und feiertags. Für den Priceless Berlin Pop-up Store planen Sie am besten etwas Zeit ein, denn es gibt viel zu entdecken. Eine Design-Box, mit der man die eigene Tasche designen und bedrucken lassen kann und Vieles mehr. Link: www.priceless.com

The Dark Rooms


In den letzten Jahrzehnten hat sich Berlin zu einem europäischen Zentrum für Gegenwartskunst entwickelt. Museen, Galerien und Kunstmessen wurden zum Publikumsmagneten und füllen die Stadt mit Besuchern. In dieser pulsierenden Metropole, in der die Menschen stetig neuen Reizen ausgesetzt sind, werden Ruhe und Zeit zu Privilegien – an diesem Punkt setzt die neue, sehenswerte Ausstellung „The Dark Rooms“ an.

Auf fünf Stockwerken und einer Fläche von 1.500 qm der alten Willner-Brauerei kann man eine Erfahrung der besonderen Art erleben, und das Tempo der Kunstwahrnehmung entschleunigen: In völliger Dunkelheit wurde jeder Raum individuell von einem Künstler inszeniert, nur die Kunstwerke sind beleuchtet. Großflächige Sitzbereiche schaffen die Möglichkeit, sich Zeit für die Betrachtung der Arbeiten zu nehmen.

Die Initiatoren, Sven Sauer und Jerry Kowalsky, die bereits mit Projekten wie „360 Minutes Art“ den Fokus auf neue Formen der Kunstwahrnehmung legten, sprechen davon, dass die Wahrnehmung von Kunst „Zeit und Ruhe im Raum“ bedarf, was sie auf den heutigen Kunstmessen, Massenausstellungen und Galerie-Events vermissen. Sauer: „Dunkelheit und Weite können dem Betrachter eine ungestörte Kunsterfahrung ermöglichen. Die Dunkelheit lässt nicht nur den Raum sondern auch die anderen Besucher verschwinden, was eine Umkehr der klassischen Präsentationsmodelle der White Cube-Ausstellung darstellt.“

Wer das Kunstereignis selbst erleben möchte, sollte am 3. September 2016 (16 Uhr) in der alten Willner-Brauerei (Berliner Strasse 80-82, 13189 Berlin) vorbeischauen (Achtung: Nur an diesem Tag, gibt es diese außergewöhnliche Ausstellung zu sehen). Wichtig: Es gibt keine Karten vor Ort, nur hier bei uns zu gewinnen (jede Karte ist plus 2 Begleitungen)! E-Mail an: the_dark_rooms@bold-magazine.eu // Link: www.thedarkrooms.de
 
 
THE DARK ROOMS EXHIBITION BERLIN — KÜNSTLER

OLAF BASTIGKEIT (DE): mischt Elemente des urbanen Alltags mit klassischen Ausdrucksmitteln der Kunst. In aufwendigen, experimentellen Arbeitsprozessen widmet er sich Form, Oberflächenstruktur, Verarbeitung, Modifikation und Fragmentierung. Link: olafbastigkeit.de

HENDRIK CZAKAINSKI (DE): hat eine einzigartige Darstellungsweise von Städten unserer modernen Welt entwickelt: Basierend auf Holz und Karton, repräsentiert jede seiner Arbeiten Fragmente einer Stadt, in denen die menschliche Präsenz wie ausgerottet erscheint. Link: hendrikczakainski.com

RALF WESTERHOF (NL): Mit »Kinetic Wire Art« entwickelte er eine einzigartige skulpturale Form des Zeichnens. Durch die Bewegung im Raum werden die zerbrechlichen Linienskulpturen zu lebendigen Figuren mit starker Plastizität und Masse – obwohl sie im Wesentlichen nur aus Luft bestehen. Link: ralfwesterhof.nl

WOLFGANG FLAD (DE): macht Skulpturen, die aus dem Papier von Kultur-Magazinen, Kunst-Kritiken und Museums-Katalogen bestehen. In dieser Manier führt Flad zunächst das Material zurück zu seinen Wurzeln, um dann die Ursprungsform des Stoffs in Gewächs-artigen Skulpturen heraus zu arbeiten. Link: wolfgangflad.de

BJÖRN HEGARDT (NOR) & THEO ÅGREN (SE): In ihren Installationen werden Innenräume „zum Leben “ erweckt bis sie außer Kontrolle geraten. Mit ihren raumfüllenden Objekten schaffen sie Konstruktionen , die scheinbar einfache Methoden zu optischen Illusionen werden lassen. Link: bjornandtheo.net

JERRY KOWALSKY (NL): thematischer Schwerpunkt liegt auf den sozialen Strukturen und Verhaltensweisen des Menschen. Die Arbeiten zeigen desorientierte und verrückten Figuren einer Welt, die dem stetigen Wandel unterlegen ist und dennoch nach ihm streben. Link: jerrykowalsky.com

JULIAN LAPING (DE): Das Hören ist von zentraler Bedeutung für unsere Wahrnehmung, zur räumlichen Orientierung sowie für unsere emotionale Empfindsamkeit. Julian Lapings interaktive Soundinstallation fordert die Besucher auf, sich ganz auf den Gehörsinn zu verlassen. Link: julianlaping.com

MARI MATSUTOYA (JAP/GB): In Tokio geboren und aufgewachsen in London handeln Mari Matsutoyas Arbeiten von den Übersetzungsproblemen und kleinen Missverständnissen zwischen den westlichen und asiatischen Kulturen. Link: marimatsutoya.com

JULIA SOSSINKA (DE): Installationen bespielen den gesamten Ausstellungsraum. Ihre Arbeiten sind miteinander verwobene Elemente, deren Übergänge fließend und deren Grenzen nicht mehr eindeutig auszuloten sind. Link: julia-sossinka.com

SA-PO (DE): Arbeiten zeigen den Alltag in Seoul, einer Millionenmetropole in der der dauerhafte Kriegszustand zur Normalität geworden ist und das Wissen um die Grenze zu Nordkorea vergraben scheint. In Ihren Illusionen legen sie den gesellschaftlichen Umgang mit dem Kriegszustand offen, welche mit einer Kamera nicht einzufangen ist. Link: sa-po.de
 
JÜRGEN SCHWÄMMLE (DE): Grundlage seiner Arbeiten sind Bilder aus dem Internet. Aus einer themenbezogenen Sammlung von Fotografien entsteht eine 3-dimensionale Collage, welche die Ikonen unserer heutigen Zeit beleuchten. Link: hotforart.tumblr.com

The Dark Rooms


In den letzten Jahrzehnten hat sich Berlin zu einem europäischen Zentrum für Gegenwartskunst entwickelt. Museen, Galerien und Kunstmessen wurden zum Publikumsmagneten und füllen die Stadt mit Besuchern. In dieser pulsierenden Metropole, in der die Menschen stetig neuen Reizen ausgesetzt sind, werden Ruhe und Zeit zu Privilegien – an diesem Punkt setzt die neue, sehenswerte Ausstellung „The Dark Rooms“ an.

Auf fünf Stockwerken und einer Fläche von 1.500 qm der alten Willner-Brauerei kann man eine Erfahrung der besonderen Art erleben, und das Tempo der Kunstwahrnehmung entschleunigen: In völliger Dunkelheit wurde jeder Raum individuell von einem Künstler inszeniert, nur die Kunstwerke sind beleuchtet. Großflächige Sitzbereiche schaffen die Möglichkeit, sich Zeit für die Betrachtung der Arbeiten zu nehmen.

Die Initiatoren, Sven Sauer und Jerry Kowalsky, die bereits mit Projekten wie „360 Minutes Art“ den Fokus auf neue Formen der Kunstwahrnehmung legten, sprechen davon, dass die Wahrnehmung von Kunst „Zeit und Ruhe im Raum“ bedarf, was sie auf den heutigen Kunstmessen, Massenausstellungen und Galerie-Events vermissen. Sauer: „Dunkelheit und Weite können dem Betrachter eine ungestörte Kunsterfahrung ermöglichen. Die Dunkelheit lässt nicht nur den Raum sondern auch die anderen Besucher verschwinden, was eine Umkehr der klassischen Präsentationsmodelle der White Cube-Ausstellung darstellt.“

Wer das Kunstereignis selbst erleben möchte, sollte am 3. September 2016 (16 Uhr) in der alten Willner-Brauerei (Berliner Strasse 80-82, 13189 Berlin) vorbeischauen (Achtung: Nur an diesem Tag, gibt es diese außergewöhnliche Ausstellung zu sehen). Wichtig: Es gibt keine Karten vor Ort, nur hier bei uns zu gewinnen (jede Karte ist plus 2 Begleitungen)! Einfach E-Mail senden an: the_dark_rooms@bold-magazine.eu // Link: www.thedarkrooms.de

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