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Sports Activity Vehicle: Der neue BMW X5


BOLD machte sich auf den Weg in die USA, um das weiterentwickelte SAV (Sports Activity Vehicle) von BMW auf Herz und Nieren zu Testen – den neuen X5. Bei unserer Ankunft in Atlanta, am späten Nachmittag, zeigt das Thermometer noch immer 30 Grad. Äußerlich macht die vierte Generation des X5 bereits einen sehr sportlichen Eindruck. Man merkt, das die BMW-Designabteilung eine deutliche Verschlankungskur und mehr Dynamik in den neuen Look gesteckt hat. Trotz der etwas voluminöseren Maße des Nachfolgers, wirkt der X5 viel agiler – und mit seinem einheitlich-neuen Nierenlook auch respekteinflößender. Gegenüber dem Vorgängermodell hat der Neue einen erweiterten Radstand und ist etwas länger. Auch in der Breite und Höhe hat er etwas zugelegt. Vier Turbolader sorgen im Reihensechszylinder-Dieselantrieb für eine Spitzenleistung von 294 kW/400 PS. Man fühlt sich im großzügigen Innenraum nicht nur sicherer, sondern verspürt auch nach einer längeren Fahrt kaum Anzeichen von körperlicher Ermüdung. Ein schönes Detail ist die Veränderung der indirekten Beleuchtung im Innenraum, welche sich je nach Fahrmodus in eine eigens dafür definierte Farbe anpasst (Sport = Rot etc.).

Am nächsten Morgen fahren wir ins Umland der Musikermetropole, das unter anderem durch die Netflix Historie „Ozark“ kürzlich erst Berühmtheit erlangte. Wir treffen uns auf dem Privatgelände eines ansässigen Offroad-Begeisterten, der sich für die Zeit unseres Aufenthalts dazu bereit erklärte, sein Grundstück für das Testen der Geländequalitäten des neuen X5 zu nutzen. Und die können sich sehen lassen. Das Fahrzeug wird bei hohen Geschwindigkeiten bekanntlich bis zu 30 mm abgesenkt, um dynamischer im Wind zu liegen. Im Gelände aber wird es bis zu 70 mm angehoben und erlangt so ein deutliches Mehr an Bodenfreiheit, das im Gelände natürlich ein deutlicher Vorteil ist. Vom eigenen Produkt begeistert, setzt sich unser BMW-Instruktor in das Führungsfahrzeug und nimmt uns mit, zu einer einstündigen Geländefahrt. Elegant bewegen wir uns mit dem xDrive durch das schwierige Terrain und wenden immer wieder die unterschiedlichen Geländemodi an. Auch stärkere Neigungen meistert der Alleskönner spielend: Hier nehmen wir die Füße von Gas und Bremse und überlassen dem X5 die volle Kontrolle – für eine sicher Abfahrt. Für unübersichtliche Geländeabschnitt (Bodenwellen, eng beieinander stehende Bäume etc.) nutzen wir die 360° Kamera – sicherer geht es kaum! Und passend zur Geländefahrt hören wir über das Bowers&Wilkins Direct Surround System (mit 20 Lautsprechern) einen US-Klassiker von Bruce Springsteen. Unser USA-Trip läuft also sehr gut, könnte man sagen. Link: www.bmw.de

Klassik VS. Moderne


Um wenige Fahrzeuge rangt sich so viel Hysterie, Staunen und Herzblut für Liebhaber und Verständnislosigkeit für den Rest – die Mercedes Benz G-Klasse. Uns lag es am Herzen, dem gehörten und vielfach besprochenen endlich mal ein eigenes Wort zu geben. Und so stehen wir jetzt hier mit großen Augen vor diesem mächtigen Kollos und trauen uns noch nicht ganz einzusteigen und loszufahren. Zuviel hat dieser in den 70ger Jahren erschaffene „G“eländewagen bereits in unserer Fantasie gespielt, als das man ihn jetzt einfach so – benutzt. Als ob nichts gewesen wäre. Vielleicht lohnt es sich vorab einmal anzumerken, dass es sich bei diesem speziellen Modell um ein von Mercedes-AMG weiterveredelten Mercedes-AMG G63 als Langversion handelt. Das bedeutet 5 Türen, anstatt 3. Vielmehr aber auch einen Hubraum von 5.461 Kubikzentimetern und 420 KW garniert mit einem 5,5 l V8. Und das ganze verpackt in einem bläulichen Farbton der bei veränderter Lichteinstrahlung schonmal ins Lila rutschen kann. Nach kurzer, visueller Eingewöhnungszeit stellen wir fest: wir stehen drauf! Alles an diesem Fahrzeug strotzt vor Dominanz und kraftvollem Dasein. Vom Blinker über die markante Motorhaube, zur riesigen seitlich zu öffnenden Heckklappe. Von den 21 Zoll Rädern bis hin zu den vier seitlich angebrachten Auspuffrohren.

Der G ist auf den ersten Blick ein Klassiker. Schaut man aber genauer hin zeigt sich deutlich, dass man ihm so ziemlich alles einverleibt hat, was an modernen Designelementen verfügbar ist. Innen findet man sehr bequeme und vielfach bedienbare Ledersitze und ausreichend Platz für die typischerweise vier Insassen. Es ist auch hier spürbar, dass die Formen und Bedieninstrumente weitestgehend belassen wurden, aber einem Update in das 21.Jahrhundert unterzogen wurden. Vorn unter der Haube versteckt sich die geballte Kraftmaschine, welche den knapp 2,6 Tonnen schweren Geländewagen in knapp über 5 Sekunden auf 100 km/h katapultiert. Schier unaufhaltsam drückt der Schwabe nach vorn und wir sind erst einmal erstaunt von der etwas schwergängigen Lenkung und dem harten Fahrwerk. Die hohe Sitzposition ist allemal phänomenal und nachdem wir uns in den Berchtesgadener Bergserpentinen an das Fahrzeug gewöhnt haben, kommt uns schnell der Spruch eines Daimler AG Presse-Kollegen zurück in den Kopf: „Glaub mir, den wollt Ihr nicht mehr abgeben!“

Hinter der brettflachen, beheizbaren Windschutzscheibe sitzen wir mit einem strahlen im Gesicht und bewältigen scheinbar jedes Hindernis mit Leichtigkeit. Alm- und Forstwege, übermäßig nasse Strassen, kurz vor Aquaplaning. Schnelles Fahren auf Landstraßen und Autobahnen. Aber eben auch das ruhige und elegante vorfahren zu einer Matineé der Salzburger Festspiele. Nun ja, ehrlich gesagt fällt man beim Vorfahren schon auf und der Motorensound ist auch bei langsamer Fahrt im Eco-Modus leicht mit einem Sportboot zu verwechseln, aber diese multifunktionale Stereoiden-Ikone findet bestaunen. Und wenn die Umstehenden erst einmal gemerkt haben, dass die Fahrzeuginsassen freundliche und umgängliche Menschen sind, lässt auch der Letzte von seiner Kritik ab und schießt begeistert sein Foto. Link: www.mercedes-amg.com

Der edel Nordländer


Das Wetter hat sich jetzt etwas gelichtet und mittlerweile kommt die Sonne hinter der Wolkendecke hervor. Sie setzt einen angenehmen, dennoch bestimmten Lichtkegel auf unser schickes Gefährt und wir trauen uns an einer schönen Bergwiese auszusteigen und die frische Luft zu genießen. Langsam wird uns bewusst, dass hinter uns knapp 800 Kilometer liegen und wir eigentlich nach 8 Stunden fahrt weitaus mehr Müdigkeit erwartet hatten. Aber diese Fahrt war mehr als angenehm. Man könnte jetzt sagen, dass wir keine Staus oder andere Situationen bewältigen mussten und wir deshalb so Relaxed wirken. Man könnte aber auch sagen, dass wir in der Zwischenzeit eine sehr bequeme und durch die wirklich tolle Musikanlage von Bowers&Wilkins, klangvoll unterhaltende Tour hatten. In hoher Sitzposition, mit all dem Gepäck für 4 Personen und all dem zusätzlichen Proviant und Mitbringseln für die Gastgeber. Und es hätte noch mehr in den riesigen Kofferraum gepasst. Einiges mehr. Man könnte sagen, wir haben den XC90 mit R-Design Paket sehr schnell ins Herz geschlossen. Die ganze Ausstattung, das sehr leichtgängige Handling der Lenkung, die Haptik der Instrumente und deren Anordnung, das großzügige Glasdach und die bequemen Sitze. Der soll das Beste aus dem Hause Volvo sein? Überzeugt! Einzig und allein das Touchscreen in der Mittelkonsole muss man regelmäßig von den Fingerabdrücken befreien, da bei so mancher Lichteinstrahlung die Sichtbarkeit eingeschränkt ist. Das Touchscreen ist großzügig und sehr prominent platziert. Die vielfachen Funktionen des Nordländers sind weitestgehend integriert. Und sehr einfach zu finden und anzuwenden. Ein wirklich nettes Feature ist der Ablenkbare Kofferraum. Hierbei wird per Knopfdruck die Beladungsfläche um bis zu 5cm abgesenkt. Dies erweist sich beim Beladen als äußerst hilfreich, denn der XC90 ist mit seinen bis zu über 1.800 Litern ein echter Beladungskünstler. Der Erfolg des Fahrzeugs ist für uns allgegenwärtig, denn um uns herum finden sich eine Vielzahl dieses Fahrzeug-Models wieder und so ist man schnell im Gespräch mit begeisterten Eigentümern, die sich mehrheitlich positiv über das Gefährt aussprechen.

Für uns war nebst den klassisch repräsentativen urbanen und auch schnelleren Fahrten auf Autobahnen und Landstrassen, aber vor allem auch interessant herauszufinden ob das Fahrzeug auch im Gelände taugt. Dafür sind wir in das Salzburger Land gefahren und zum Mittagessen gleich einmal auf einer Alm zur Brettljause und Hollersaft verabredet. Die anfahrt ist Kinderleicht, das Fahrzeug souverän über Stock, Stein und hiesiger Steigung und Fahrbahnbedingung, auch und natürlich dank seiner starken Bodenfreiheit. Dennoch machen wir uns einzig und allein über die 20Zoll Felgen, welche wir nicht zu starken Extremen aussetzen möchten. Es ist im Detail halt ein wirklich schicker Stadt SUV.

Auffallend hier an den Seen ist aber auch der Transport-Gedanke durch die Anhängerkupplung. Wir bestaunen auf der Fahrt gleich drei Modelle, welche für den Transport von Segel- und Motorbooten genutzt werden und ruhig vor uns die Serpentinen zum nächsten Tal herauf und herabfahren. Ein echter Allrounder! Link: www.volvocars.de

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