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PROVOKE – JAPAN PHOTOART


Die japanische Zeitschrift Provoke erschien 1968 bis 1969, ist weltweit Kult und gilt heute als eine der wichtigsten fotografischen Publikationen des 20. Jahrhunderts. In ihren drei Ausgaben fanden die besten Arbeiten aus der japanischen Fotografie der 1960er Jahre zusammen. Avantgarde und Lifestyle in einem faszinierenden Rückblick! Erstmals wird jetzt in Winterthur das gesamte Umfeld und der breite Einfluss der Zeitschrift als ein kollektives Projekt beleuchtet. Die umfassende Ausstellung verortet Provoke zwischen den politischen Bewegungen der 1960er und dem Aufblühen der Fotografie in ihrer Beziehung zur japanischen Performance-Kunst während der frühen 1970er Jahre.

Mit Arbeiten von Nobuyoshi Araki, Eikō Hosoe, Kazuo Kitai, Daidō Moriyama, Takuma Nakahira, Shōmei Tōmatsu und vielen anderen, geht die Ausstellung künstlerischen Provokationen nach und zeigt dabei nicht nur die Proteststimmung, sondern auch die performativen Seiten der japanischen Fotografie. Die Ausstellung wurde kuratiert vom Fotomuseum in Zusammenarbeit mit der Albertina, Wien; LE BAL, Paris; und The Art Institute of Chicago. PROVOKE: ZWISCHEN PROTEST UND PERFORMANCE – FOTOGRAFIE IN JAPAN 1960–1975, Fotomuseum Winterthur, Grüzenstrasse 44 + 45, CH-8400 Winterthur. Bis zum 28. August 2016 anzusehen. Link: www.fotomuseum.ch

Fotos / Bildnachweise: Shōmei Tōmatsu, Chi to bara (Blut und Rose), 1969 © Shōmei Tōmatsu, Estate / Galerie Priska Pasquer; Anonym, Proteste gegen den Bau des Narita-Flughafens, um 1969. Courtesy, The Art Institute of Chicago; Yutaka Takanashi, Beatles, Marunouchi Shōchiku, Chiyoda-ku, 1965, © Yutaka Takanashi / Taka Ishii Gallery; Eikō Hosoe, Kamaitachi #31, 1968 © Eikō Hosoe

AUGENBLICKE


Rinko Kawauchi fängt mit ihrer Kamera elementare sowie beiläufige Momente mit derselben konzentrierten Hingabe ein. Sie erforscht das Besondere im Alltäglichen, was sie zu den fundamentalen Kreisläufen des Lebens und der scheinbar unabsichtlichen Ordnung der Natur in formalen Strukturen führt. Die außergewöhnliche Sensibilität ihres Blickes auf die Welt, die uns umgibt, verleiht ihren Fotografien eine einzigartige Anziehungskraft. Die Fotografien bestechen durch eine Sprache, die gleichzeitig vertraut und universell scheint.

Das KUNST HAUS WIEN widmet der japanischen Künstlerin, Jahrgang 1972, ihre bisher umfangreichste Ausstellung in Österreich und zeigt das beeindruckende Werk der japanischen Künstlerin in Fotografien, Filmen und Büchern, als erste umfangreiche Mid-Career-Retrospektive in Europa. Rinko Kawauchis künstlerische Arbeit zeugt von einer starken Verbundenheit mit der Natur. In der großformatigen Serie Ametsuchi (2012-13) zeigt sie Bilder einer traditionellen Brandrodung im Süden Japans, wobei hier Kawauchis Blick erstmals vom Kleinen und Nahen auf das Große und Umfassende rückt. Der Filmprojektion von Ametsuchi stellt sie den Film Seeing Shadow (2012) gegenüber – eine sich ständig verändernde Formation von schwarzen Vögeln über dem Meereshorizont, eine Anspielung auf umrisshafte und nicht fassbare Schatten.

“Just when it seems that everything has been photographed, in every possible way, along comes a photographer whose work is so original that the medium is renewed.” (Garry Badger)
„Rinko Kawauchi – Illuminance“ ist bis zum 5. Juli 2015 zu sehen im KUNST HAUS WIEN. Link: www.kunsthauswien.com

Fotos: © Rinko Kawauchi, „Untitled“, aus der Serie: Ametsuchi, 2013. courtesy: | PRISKA PASQUER; © Rinko Kawauchi, „Untitled“, aus der Serie: AILA, 2004; © Rinko Kawauchi, „Untitled“, aus der Serie: Illuminance, 2011, courtesy: Christophe Guye Galerie.