Tag Archives: Performance

FIKTIVA


Das zukunftsorientierte Multimedia-Festival verbindet Film- und Videokunst, Theater und Performances und ist eine Cross-Plattform für den intensiven Austausch der verschiedenen Kunstszenen. Motto in diesem Jahr: „Without imagination there is no art“. Ins Zentrum stellt das Festival die Frage nach den Grenzen von Realität und Fiktion im urbanen Raum. Die Düsseldorfer Altstadt in ihren historischen Bezirken und Gassen wird mit Performances, Installationen, Videokunst, Live-Musik bespielt. Der Rundgang, das Flanieren durch die Stadt, richtet den Fokus auf verborgene Bestandteile unserer Umgebung und lässt die vertraute Umwelt neu und spannend erleben. Der interaktive künstlerische Rundgang startet am NRW-Forum und führt über die Kunstakademie und das Filmkunstkino Cinema bis zum Filmmuseum. Festivalteilnehmer und zufällige Passanten werden Teil der Performance. Event: FIKTIVA – Medienkunstfestival. Laufzeit: Vom 5. bis 8. Oktober 2017. Locations: NRW-Forum Düsseldorf, Altstadt Düsseldorf, Cinema, Kunstakademie. Link: www.fiktiva.eu

Image Credits: (Bilder 1 bis 4) © Festival FIKTIVA

PROVOKE – JAPAN PHOTOART


Die japanische Zeitschrift Provoke erschien 1968 bis 1969, ist weltweit Kult und gilt heute als eine der wichtigsten fotografischen Publikationen des 20. Jahrhunderts. In ihren drei Ausgaben fanden die besten Arbeiten aus der japanischen Fotografie der 1960er Jahre zusammen. Avantgarde und Lifestyle in einem faszinierenden Rückblick! Erstmals wird jetzt in Winterthur das gesamte Umfeld und der breite Einfluss der Zeitschrift als ein kollektives Projekt beleuchtet. Die umfassende Ausstellung verortet Provoke zwischen den politischen Bewegungen der 1960er und dem Aufblühen der Fotografie in ihrer Beziehung zur japanischen Performance-Kunst während der frühen 1970er Jahre.

Mit Arbeiten von Nobuyoshi Araki, Eikō Hosoe, Kazuo Kitai, Daidō Moriyama, Takuma Nakahira, Shōmei Tōmatsu und vielen anderen, geht die Ausstellung künstlerischen Provokationen nach und zeigt dabei nicht nur die Proteststimmung, sondern auch die performativen Seiten der japanischen Fotografie. Die Ausstellung wurde kuratiert vom Fotomuseum in Zusammenarbeit mit der Albertina, Wien; LE BAL, Paris; und The Art Institute of Chicago. PROVOKE: ZWISCHEN PROTEST UND PERFORMANCE – FOTOGRAFIE IN JAPAN 1960–1975, Fotomuseum Winterthur, Grüzenstrasse 44 + 45, CH-8400 Winterthur. Bis zum 28. August 2016 anzusehen. Link: www.fotomuseum.ch

Fotos / Bildnachweise: Shōmei Tōmatsu, Chi to bara (Blut und Rose), 1969 © Shōmei Tōmatsu, Estate / Galerie Priska Pasquer; Anonym, Proteste gegen den Bau des Narita-Flughafens, um 1969. Courtesy, The Art Institute of Chicago; Yutaka Takanashi, Beatles, Marunouchi Shōchiku, Chiyoda-ku, 1965, © Yutaka Takanashi / Taka Ishii Gallery; Eikō Hosoe, Kamaitachi #31, 1968 © Eikō Hosoe

FESTIVAL


Düsseldorf Festival! Das internationale Entdecker-Festival ist 25 geworden. Die neueste Ausgabe 2015 lädt zu einer besonders spektakulären Entdeckungsreise durch die Kulturen der Länder ein. Zu Gast sind unter anderem Richard Galliano, der Initiator für das Akkordeon im Jazz, der senegalesische HipHop-Dandy Faada Freddy, die eigenwillige Flamencotänzerin Rocío Molina und Martin Zimmermann, Bewegungskünstler aus der Schweiz. Die Band Jambinai aus Korea mischt Post-Punk und Tradition; spektakuläre Tanzprojekte haben die Compagnie XY aus Frankreich sowie Sébastien Ramirez & Honji Wang im Gepäck. Der Neue Zirkus ist mit Kanadas Exportschlager „Les 7 Doigts de la Main“ vertreten sowie mit dem Ensemble Circa und seiner musiktheatralischen Performance „Il Ritorno“.

Noch zu sehen sind: Sébastien Ramirez und Honji Wang, Shooting-Stars der Tanzszene, übersetzen ihr HipHop-Vokabular in einen graziösen Bewegungsfluss und fügen dem Tanz eine vierte Dimension hinzu: Die fünf Tänzer von „Borderline“ erheben sich in die Lüfte – und werfen einen kritischen Blick auf eine Gesellschaft, die Menschen ausgrenzt. Di 22.9. & Mi 23.9., 20 Uhr, Theaterzelt, Burgplatz. Mit „Them and us“ nehmen die drei Tänzer Malili, Lafaele und Paul zwischen Film und Performance ebenso spöttisch wie vergnüglich den deutschen Blickwinkel auf die ehemalige Kolonie Deutsch-Samoa unter die Lupe. In dem „folkolonialen“ Spektakel von Jochen Roller & Yuki Kihara stoßen sie auf merkwürdige Verbindungen – zum Beispiel Fa’ataupati in Lederhosen. Fr 25.9. & Sa 26.9., 20 Uhr, FFT Juta, Kasernenstraße 6.

Yaron Lifschitz und das australische Circa Ensemble erfinden und ertanzen mit „Il Ritorno“ Monteverdis Barockoper um die Heimkehr des Odysseus neu. Ihre von kraftvoller Körperlichkeit geprägte Erzählung kreist zeitlos um Verbannung, Errettung und Heimweh, indem sie die berühmte alte Sage mit Primo Levis Odyssee seiner Heimkehr aus Auschwitz nach Italien verknüpft. Die Koproduktion des düsseldorf festival! ist in Europa zum ersten Mal zu sehen. Do 24.9. – Sa 26.9., 20 Uhr, Theaterzelt, Burgplatz.

Tanz, Nouveau Cirque, Performance, Konzerte und mehr bis zum 27. September 2015.

Tickethotline: 0211 82 82 66 22

Link: www.duesseldorf-festival.de

Fotos: Borderline – Sébastien Ramirez & Honji Wang, © Agathe Poupeney (Fotos 1 und 2); Il n’est pas encore minuit… – Compagnie XY, © Christophe Raynaud De Lage