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DANCING WITH MYSELF


In der außergewöhnlichen Ausstellung „Dancing with Myself“, welche zur Zeit in Essen zu sehen ist, stehen die Künstler und Künstlerinnen selbst im Mittelpunkt. Was die Arbeiten verbindet, ist die vielfältige Präsenz des Künstlers und der Künstlerin im eigenen Werk. Sie sind die Akteure und das Ausgangsmaterial für ihre Arbeiten: Ihre Körper, ihre Biografien, ihre sozialen oder sexuellen Identitäten, ihr Humor, ihre Melancholien. Jenseits des klassischen Selbstporträts spielt die Ausstellung auf der Tastatur der künstlerischen Temperamente und Haltungen. Zum ersten Mal ist damit die herausragende Sammlung von François Pinault in diesem Umfang in Deutschland zu sehen.

Dancing with Myself ist ein spielerischer, poetischer, politischer, und wilder Tanz durch die Gegenwartskunst seit Ende der 1960er Jahre bis in unsere Zeit. Die Ausstellung ist zugleich auch ein großartiges mediales Cross-Over. Die großen Formate der Malerei treffen auf raumgreifende Videoinstallationen, Fotografie gewordene Körper treffen auf skulpturale Fragmente. Der Fotoapparat, die Video- oder Filmkamera, die Leinwand, der Raum, die konzeptuelle Geste – ein Spiel mit den unterschiedlichsten Ausdrucksmitteln umfängt die Besucher. Dancing with Myself – Selbstporträt und Selbsterfindung. Werke aus der Sammlung Pinault. Bis zum 15. Januar 2017. Location: Museum Folkwang, Museumsplatz 1, 45128 Essen. Link: www.museum-folkwang.de

Credits & Copyright: LaToya Ruby Frazier, Self Portrait (Lupus Attack), 2005, Aus der Serie Notion of Family, Silbergelatinedruck auf Pappkarton, 61 x 50,8 cm, Pinault Collection, © LaToya Ruby Frazier und Michel Rein, Paris/Brussels, Foto: all rights reserved; Cindy Sherman, Untitled #564, 2016, Thermosublimationsdruck auf Metall, 175.9 x 118.7 cm, Pinault Collection, © Cindy Sherman, Courtesy of the artist und Metro Pictures, New York; Nan Goldin, Nan one month after being battered,1984, Cibachrome, 51 x 61 cm, Museum Folkwang, © Nan Goldin, Courtesy of Matthew Marks Gallery, Foto: Museum Folkwang

The new Selfie-Star


Das neue Smartphone ZTE Blade V7 macht Dich zum Selfie-Star, denn der nur 7,95 mm schlanke Selfie-Profi versteht etwas von Technik. Das V7 passt nicht nur perfekt in jede Jackentasche, sondern liegt dank ergonomischer Form perfekt in der Hand. Durch seine Funktionsmöglichkeit der SmartSense-Gestensteuerung sind Fotos sogar ganz ohne Knopfdruck möglich – und das Dank „Phase-Detection-Autofokus“ in schnellen 0,3 Sekunden. So können auch spontan aktionsreiche Momente in absoluter Schärfe festgehalten werden. Das neue ZTE Smartphone kann sich übrigens, genau wie seine Selfies, auch sehen lassen: Im hochwertigen Metall-Design (Designed in Germany) in Gold und edlem Grau ist es ein echter Hingucker. Link: www.ztemobile.de

Unsere BOLD Models haben das ZTE Blade V7 in Spanien am Set getestet und wollten es nicht mehr hergeben. Ihr habt jetzt die Chance das ZTE Blade V7 zu gewinnen. BOLD verlost ein ZTE Blade V7 in Grau unter den ersten Einsendern! Schickt uns via E-Mail Euer bestes Selfie und eine kurze Beschreibung: selfie-star@bold-magazine.eu (Name, Anschrift, eMail-Adresse und Telefonnummer nicht vergessen). Viel Glück.

EGO UPDATE


Das auf Armeslänge aufgenommene und mit Freunden geteilte Selbstporträt trifft den Nerv der Zeit. Im postmodernen Selfie wird mehr ausgedrückt als bloß ein egozentrischer Selbstentwurf. Grundlegende Fragen des Mensch-Seins schwingen mit: „Wer bin ich?“ – „Wer will ich sein?“ – „Wohin gehe ich“ Das digitale posthumane Ich ist kein starrer Entwurf mehr, der sich an einfachen gesellschaftlichen Vorgaben orientiert, es ist vielmehr ein transformatorisch plastisches Gebilde. Mit mehr oder weniger künstlerischem Potential. Die Frage steht im Raum: Künstlich oder künstlerisch? Gibt es das Authentische im Selfie? Ober ist es nur der authentische Schein des im Grunde gerade doch Unauthentischen und Konstruierten.

Das Selfie ist ein popkulturelles Massenphänomen – 25 Millionen Deutsche tun es, sie inszenieren und porträtieren sich selbst, machen für andere ein Bild von sich. Düsseldorf ist, nach Recherchen des Time Magazine, die Selfie-Metropole in Deutschland, noch vor Hamburg oder Berlin. Das Ausstellungsprojekt EGO UPDATE. Die Zukunft der digitalen Identität im NRW-Forum Düsseldorf widmet sich dem Phänomen „Selfie“ und thematisiert, wie sich unsere Vorstellungen vom Menschsein und von uns selbst unter dem Einfluss digitaler Medien verändern. Das „Ich denke, also bin ich“ scheint sich in ein „Ich fotografiere, ich dokumentiere, also bin ich“ verwandelt zu haben.
Diese Gruppenausstellung liefert Denkanstöße und mögliche Antworten auf die Frage, wie das digitale und technologische Weltgeschehen in die menschliche Identität eingreift und unsere Gesellschaft formt. 23 internationale und nationale Positionen zeigen auf, wie Künstler mit diesem Phänomen ihrer Zeit umgehen und das Selfie als ein eigenes visuelles Genre nutzen, welches die Fotografie als Medium und als Kunstform verändern wird.

Im Ticket zur Ausstellung ist ein Kinobesuch inklusive: Alle Filme sind in den jeweils angegebenen Zeiträumen im Dauerloop zu sehen. Bis zum 11.10.2015 ist beispielsweise STÉPHANE DEGOUTIN & GWENOLA WAGON „WORLD BRAIN“, F, 2015, 70MIN zu sehen – Inhalt: Auf der Suche nach dem Weltgehirn: World Brain ist ein essayistisches Transmedia-Projekt der beiden französischen Künstler Gwenola Wagon und Stéphane Degoutin. Der 70-minütige Film und die interaktive Website nehmen den Zuschauer mit auf einen Tauchgang durch die physischen Untiefen des Internets. World Brain versucht eine Untersuchung der Utopien und Ideologien, die mit der Entstehung einer kollektiven Intelligenz und der Hypothese eines weltweiten Netzwerks verbunden sind. Der Film folgt einer Gruppe von Forschern, die versuchen, mithilfe des Internets im Wald zu überleben. Ihr Ziel ist nichts Geringeres als die Schaffung eines alternativen Projekts für das Überleben der Menschheit. In seiner Debüt-Ausstellung als künstlerischer Leiter des NRW-Forum Düsseldorf sprengt der neue künstlerische Leiter Alain Bieber Genre-Grenzen und präsentiert einen hochspannenden Mix aus Hoch- und Populärkultur. Die Ausstellung EGO UPDATE – DIE ZUKUNFT DER DIGITALEN IDENTITÄT ist bis zum 17. Januar 2016 in Düsseldorf zu sehen.

NRW Forum Düsseldorf: Ehrenhof 2, 40479 Düsseldorf

Links: www.nrw-forum.de

Fotos: EGO UPDATE Unger Jonas Karolina Kurkova, 2010-heute Copyright Jonas Unger; EGO UPDATE Baden Evan Emily aus Technically Intimate 2008-2011 Copyright Evan Baden; Martin Parr: Autoportrait. Benidorm, Spain, 1997 © Collection Martin Parr / Magnum Photos; OnTheRoofs: Hong Kong © Vitaliy Raskalov & Vadim Makhorov alias OnTheRoofs