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TIM BURTON


Alles andere als gewöhnlich, sehr surreal und poetisch: Die Filme des amerikanischen Regisseurs und Produzenten Tim Burton entführen seit über 30 Jahren in fantasievolle Welten an der Schwelle zwischen Traum und Realität: »Beetlejuice« (1988), »Edward mit den Scherenhänden« (1990), »Mars Attacks!« (1996), »Sleepy Hollow« (1999), »Big Fish« (2003), »Charlie und die Schokoladenfabrik« (2005), »Alice im Wunderland« (2010). Seine Geschichten faszinieren und bewegen weltweit Millionen Menschen und machen ihn zu einem der eigenwilligsten Filmemacher in Hollywood. Seine Überzeugung: “One person’s craziness is another person’s reality.” Während viele seiner Filme im populärkulturellen Bewusstsein tief verankert sind, ist sein bildkünstlerisches Werk weitestgehend noch zu entdecken. Timothy Walter »Tim« Burton wird am 25. August 1958 in Burbank, Kalifornien, geboren. Bereits im Teenageralter entwickelt er eine große Begeisterung für Horror- und Science-Fiction-Filme.

Die Ausstellung »The World of Tim Burton« im Max Ernst Museum Brühl des LVR begibt sich nach Stationen in Prag, Tokio und Osaka zum ersten Mal in Deutschland auf eine Entdeckungsfahrt in die nichtfilmischen Ausdrucksformen des traumhaft-surreal arbeitenden Bild-Magiers. Über 500 Zeichnungen, Gemälde, Filmpuppen, Maquetten, Storyboards oder persönliche Dokumente breiten die Geschichten, Konzepte und Ideen der bizarren Vorstellungswelten dieses multimedial veranlagten Ausnahmekünstlers aus. Einer Reise in den Kopf des morbid-fantastischen Exzentrikers gleich, offenbart die groß angelegte Werkschau die Vielseitigkeit seines kreativen Schaffens und bietet einen spannenden Einblick in den künstlerischen Prozess seiner Ideenfindung.

Der Weg von der Kritzelei auf einer Serviette, über zahlreiche Konzeptzeichnungen bis hin zum Storyboard zeigt den sich oftmals über Jahre hinziehenden Entstehungsprozess von Figuren wie Jack Skellington oder Edward mit den Scherenhänden. Sie bilden das dichte Netzwerk, in dem sich Burtons Kreativität immer wieder eruptionsartig neu befruchtet. Die Hauptakteure – missverstandene Außenseiter, die gleichzeitig das Fundament für Filme wie »Batman« (1989) oder »Tim Burton’s The Nightmare before Christmas« (1993) bilden – bevölkern seinen häufig in düstere Farben und Stimmungen getauchten Bildkosmos. In ihnen begegnet man subversiven, spiegelbildlich-verzerrten Reflexionen über Popkultur, Andersartigkeit oder das Leben in amerikanischen Vorstädten. Burtons Werke zu Themen wie dem Karnevalesken oder Feiertagen wie Weihnachten und Halloween demonstrieren die enge Verbundenheit mit populärkulturellen Inhalten. Sie lassen sich als Elemente eines einzigartigen Stils lesen, der weltweit als »burtonesk« bezeichnet wird. Gezeigt werden erstmals auch frühe Filme aus seiner Schul- und Studienzeit sowie seinen Jahren bei Disney, ergänzt durch Musikvideos und die Animationsserie »The World of Steinboy«. Link: www.maxernstmuseum.lvr.de