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LEE MILLER


Die ausgestellten Fotografien sind im besten Sinne vintage und von höchster Qualität. Die Fotografin Lee Miller (1907-1977) zählt zu den faszinierendsten Künstlerinnen des 20. Jahrhunderts. Sie führte ein äußerst intensives und bewegtes Leben und war zu ihrer Zeit Top-Model, Partygirl, Fotografin und eine selbstbewusste, provokante Persönlichkeit: Sie wurde weithin bekannt, als sie 1945 als Kriegsberichterstatterin mit den Amerikanern in München einmarschierte und sich in Hitlers Wohnung in die Badewanne legte und sich dabei fotografieren ließ. Und sie hat es zur Meisterfotografin gebracht: Ihr fotografisches Werk reicht von surrealistischen Bildern über Mode-, Reise- und Porträtfotografie bis hin zur Reportage. Die Albertina in Wien zeigt rund 100 Objekte.

„Ich sah aus wie ein Engel, aber innerlich war ich ein Teufel“, sagte Lee Miller selbst einmal über ihre eigene Persönlichkeit und ihr abenteuerliches und selbstbestimmtes Leben. Lee Miller begann ihre künstlerische Karriere 1929 als surrealistische Fotografin in Paris, dort arbeitete sie oft mit Man Ray zusammen, heraus kamen Fotos mit betont engen Bildausschnitten und unter Verwendung experimenteller, verfremdender Techniken, wie der Solarisation.

Auf den Straßen von Paris verwandelt sie alltägliche Motiven in absurde Szenerien, in Ägypten, entstanden später spektakuläre Reisefotografien. Ab 1940 dokumentierte sie die desaströsen Folgen des Zweiten Weltkrieges: Lee Miller fotografierte den Angriff der deutschen Luftwaffe auf London genauso wie die spätere Befreiung von Paris. Ihre Reportagen führten sie 1945 über Salzburg nach Wien, wo sie das zerstörte Stadtbild und die Not in den Kinderspitälern ablichtete. Auf dieser, noch weitgehend unveröffentlichten Werkgruppe liegt der besondere Fokus der Ausstellung.

Letzte Chance – die Ausstellung ist noch an diesem Wochenende bis einschließlich 16. August 2015 geöffnet.

Link: www.albertina.at

Adresse: ALBERTINA, Albertinaplatz, 1010 Wien, Österreich

Fotos: Man Ray, Porträt von Lee Miller, Paris, Frankreich, 1929, Vintage gelatin silver print, © MAN RAY TRUST / ADAGP, Paris / Bildrecht Wien 2015 Courtesy Lee Miller Archives, England 2015. All rights reserved; Lee Miller, Schwebender Kopf, Mary Taylor, New York Studio, New York, USA, 1933, © Lee Miller Archives England 2015. All Rights Reserved; Ausstellungsansicht. Lee Miller.

LENNY KRAVITZ


„Es ist interessant, dass genau die Leute, die mich verfolgen, um mich zu fotografieren, das Thema meiner ersten Fotoausstellung wurden. Indem ich das Objektiv auf sie richtete, habe ich indirekt einen tieferen Blick auf mich selbst und die surreale Welt, in der ich mich in der Öffentlichkeit bewege, geworfen. Was aufdringlich war, ist jetzt ein wunderbarer Tanz zwischen Jäger und Beute.“ So sagt es Lenny Kravitz. Das Leben als Rockstar ist ein öffentliches: Bejubelt, umschwärmt, beobachtet, bedrängt und gejagt von Fans und Fotografen, Groupies, Autogrammjägern und Reportern – bewaffnet mit Smartphones, Video- und Fotokameras, Mikrofonen und Blitzlicht.

Der US-amerikanische Rocksänger, Musiker, Songwriter, Musikproduzent und Schauspieler ist auch ein wahrer Fotokünstler: Lenny Kravitz richtet seine Leica – Camera umgekehrt auf die Reporter und die emotional aufgeputschten Fans, die ihn auf Schritt und Tritt begleiten, ja verfolgen. Aus der beängstigenden Situation, sich als Mittelpunkt des Interesses permanent einer Wand von Menschen und Objektiven gegenüberzusehen, hat er Fotokunst gemacht. In lässig erscheinenden Schwarzweiß-Bildern fängt Kravitz gekonnt die fast intimen Momente im Wahnsinnsrummel ein. Lenny Kravitz wurde 1964 in Brooklyn, New York, geboren. Schon als Kind wollte er Musiker werden und: Angeregt durch seinen Vater hat ihn auch die Fotografie bereits seit jungen Jahren interessiert. In den United States geht der Rockstar gerade auf große Tour, jetzt sind seine Fotos in Wien zu sehen.

Leica Camera AG und OstLicht präsentieren nun eine Auswahl von 50 seiner Arbeiten in den Räumen der Fotogalerie OstLicht. Alle Fotografien stehen zum Verkauf. Zur Ausstellung präsentiert die Galerie OstLicht eine exklusive Posteredition in limitierter Auflage. Seit Anfang des Jahres ist Lenny Kravitz‘ erstes Fotobuch „FLASH“ erschienen (Art Direction & Design von Mathieu Bitton). Und für Camera-Enthusiasten: Im Rahmen der künstlerischen Zusammenarbeit hat die Leica Camera AG Anfang 2015 eine weltweit auf 125 Stück limitierte Sonderedition der Kamera Leica M-P „Correspondent by Lenny Kravitz“ herausgebracht.
Weitere Facetten eines Lebens im Rockzirkus zeigen die Porträts von Mathieu Bitton in der parallel gezeigten Ausstellung ‚Ascension‘. Der Fotograf und langjährige Weggefährte von Kravitz hat den Musiker auf seiner Welttournee begleitet und sowohl die große Pose auf der Bühne als auch die ruhigen Stunden zwischen den Konzerten eingefangen. Die Arbeiten sind hier erstmals zu sehen.

Lenny Kravitz Flash + Mathieu Bitton Ascension: Die Ausstellung ist geöffnet vom 11. bis 22. August 2015.

Link: www.ostlicht.at

Adresse: OstLicht. Galerie für Fotografie, Absberggasse 27, A-1100 Wien

Fotos: 1 bis 3: © Lenny Kravitz; LEICA M-P ‘CORRESPONDENT’ Designed by Lenny Kravitz, © Leica Camera AG

AUGENBLICKE


Rinko Kawauchi fängt mit ihrer Kamera elementare sowie beiläufige Momente mit derselben konzentrierten Hingabe ein. Sie erforscht das Besondere im Alltäglichen, was sie zu den fundamentalen Kreisläufen des Lebens und der scheinbar unabsichtlichen Ordnung der Natur in formalen Strukturen führt. Die außergewöhnliche Sensibilität ihres Blickes auf die Welt, die uns umgibt, verleiht ihren Fotografien eine einzigartige Anziehungskraft. Die Fotografien bestechen durch eine Sprache, die gleichzeitig vertraut und universell scheint.

Das KUNST HAUS WIEN widmet der japanischen Künstlerin, Jahrgang 1972, ihre bisher umfangreichste Ausstellung in Österreich und zeigt das beeindruckende Werk der japanischen Künstlerin in Fotografien, Filmen und Büchern, als erste umfangreiche Mid-Career-Retrospektive in Europa. Rinko Kawauchis künstlerische Arbeit zeugt von einer starken Verbundenheit mit der Natur. In der großformatigen Serie Ametsuchi (2012-13) zeigt sie Bilder einer traditionellen Brandrodung im Süden Japans, wobei hier Kawauchis Blick erstmals vom Kleinen und Nahen auf das Große und Umfassende rückt. Der Filmprojektion von Ametsuchi stellt sie den Film Seeing Shadow (2012) gegenüber – eine sich ständig verändernde Formation von schwarzen Vögeln über dem Meereshorizont, eine Anspielung auf umrisshafte und nicht fassbare Schatten.

“Just when it seems that everything has been photographed, in every possible way, along comes a photographer whose work is so original that the medium is renewed.” (Garry Badger)
„Rinko Kawauchi – Illuminance“ ist bis zum 5. Juli 2015 zu sehen im KUNST HAUS WIEN. Link: www.kunsthauswien.com

Fotos: © Rinko Kawauchi, „Untitled“, aus der Serie: Ametsuchi, 2013. courtesy: | PRISKA PASQUER; © Rinko Kawauchi, „Untitled“, aus der Serie: AILA, 2004; © Rinko Kawauchi, „Untitled“, aus der Serie: Illuminance, 2011, courtesy: Christophe Guye Galerie.

Burgtheater Wien


Das Burgtheater in Wien gilt als eine der bedeutendsten Bühnen Europas und ist nach der Comédie-Française das zweitälteste europäische sowie das größte deutschsprachige Sprechtheater. Das heutige Burgtheater befindet sich an der Wiener Ringstraße, dass ursprüngliche „alte“ Burgtheater (am Michaelerplatz) wurde von 1748 bis zur Eröffnung des neuen Hauses im Oktober 1888 bespielt.

Im Laufe seiner Geschichte trug die berühmte Bühne verschiedene Namen, zuerst „k.k. Theater nächst der Burg“, dann bis 1918 „k.k. Hof-Burgtheater“ und seither Burgtheater. Vor allem in Wien wird es häufig kurz „Die Burg“ genannt, die Ensemblemitglieder kennt man als Burgschauspieler. Das feste Ensemble umfasst ca. 74 Schauspieler und Schauspielerinnen, wie Klaus Maria Brandauer der u.a. hier den „König Lear“ (William Shakespeare) gibt und als Mephisto im gleichnamigen Filmdrama allen Film-Intusiasten ein Begriff ist oder Martin Wuttke, der als „Tatort“ TV-Kommissar, neben seinem Engagement am Burgtheater, sonntäglich Verbrechen aufklärt.

Burgtheater Wien 03

Viele großartige Schauspieler verdanken zumindest einen Teil Ihrer Karriere dem renommierten Burgtheater oder würden sicher alles dafür geben, dort einmal spielen zu dürfen. BOLD schaute sich im Haus um, und war gebannt vom historisch-kunstvollen Haus für die Kunst. Link: www.burgtheater.at

Beauty deluxe: 1. Tag


Nach etwas über eine Stunde Flug (von Berlin), sind wir am Flughafen Wien angekommen. Von Dort aus fahren wir mit dem Shuttle zu der ersten Station unserer Beauty-Reise – ins Falkensteiner Hotel Wien Margareten. Das neue City Hotel liegt zentral und in verkehrsgünstiger Lage, zwischen Westbahnhof und dem neuen Wiener Hauptbahnhof. Die architektonische Zeitreise zwischen Biedermeier und Moderne lässt den Flair Wiens hautnah spüren. Hohe Funktionalität und gemütlicher Komfort bieten ein perfektes Umfeld für Business und Entspannung. Inmitten des Trubels der Bundeshauptstadt Österreichs kann man sich eine kleine Auszeit im Hotel eigenen „Acquapura City SPA“ gönnen.

An der Hotelbar „Nepomuk“ nehmen wir einen Aperitif – BOLD-Empfehlung: Grüner Veltliner (Weißwein), um das Abendessen im Hotel-Restaurant „Danhauser“ zu genießen. Die Falkensteiner Alpe-Adria-Kulinarik am Schnittpunkt zwischen leichter mediterraner Küche und bodenständigem Einfluss des Alpenraums, wird hier mit neu interpretierten Spezialitäten der Altwiener-Küche gekonnt kombiniert. Ein genussvoller Mix aus lokaler Küchentradition und neuer Leichtigkeit. Link: www.falkensteiner.com/de/hotel/margareten