Ein leuchtend blauer Himmel ziert den ikonischen Tafelberg, der über die Stadt zu wachen scheint. Es ist noch kühl an diesem Freitagmorgen, als sich die Zugtüren am Bahnsteig A in Kapstadt öffnen. Die Morgensonne lässt das Metall der Gleise mit den dunkelgrünen Waggons um die Wette glänzen, die mit ihrem klassischen Design und dem gepflegten Äußeren einen Hauch vergangener Zeit heraufbeschwören. Wir stehen vor dem African Explorer, einem Sonderzug von Rovos Rail.
Fast 400 Meter ist er lang, auf die 20 Waggons verteilen sich etwa 40 Abteile, zwei Lounges, zwei Speise-, ein Bar- und ein Aussichtswagen – ein elegantes Boutique-Hotel auf Schienen. Mit einem strahlenden Lächeln begrüßen uns die Stewardessen und Stewards, helfen mit dem Gepäck, zeigen den Weg. Drinnen riecht es nach frischem Kaffee und Gebäck, im Hintergrund läuft leise Musik. Während wir noch an unseren Willkommensgetränken nippen, signalisiert der Lokführer bereits die Abfahrt.
Mit einem ordentlichen Ruck setzt sich der Zug in Bewegung. Hinter den Fenstern gleiten gemächlich Marktstände, bunte Häuser, Industriegelände und Wellblechdächer vorbei. Noch sind die Gleise glatt und die Fahrt ruhig, doch bald wird klar: Hier geht es nicht um Geschwindigkeit. Der African Explorer fährt meist mit nur rund 60 Stundenkilometern. Die Langsamkeit ist Teil des Konzepts.
Zum Mittagessen kommen wir alle erstmals im Zug zusammen … (die ganze Story gibt es in BOLD THE MAGAZINE No. 79) …




