15. Januar 2026

Eine außergewöhnliche Zugreise: Von Kapstadt bis zu den roten Dünen Namibias

Langsam zieht Kapstadt davon, der Tafelberg verschwindet in der Morgensonne. Der African Explorer rollt hinaus ins Hinterland, wo Weinberge in Buschland übergehen und der Himmel immer weiter wird. Zwölf Tage dauert die Fahrt durch Savannen, Wüsten und Canyons – von Kapstadt nach Windhoek –, die zu den eindrucksvollsten Zugstrecken des südlichen Afrikas zählt. Die Route folgt alten Handelswegen, die einst Pioniere und Diamantensucher wählten. Wer mit diesem Sonderzug reist, erlebt Südafrika und Namibia in Zeitlupe – im mal leisen, mal lauten Rhythmus der Schienen und dem Luxus, jeden Tag an einem anderen Ort aufzuwachen. Unsere Zugfahrt für BOLD THE MAGAZINE No. 79 die Landschaften und Lebensweisen verbindet – zeigt, wie schön das südliche Afrika wirklich ist.

Ein leuchtend blauer Himmel ziert den ikonischen Tafelberg, der über die Stadt zu wachen scheint. Es ist noch kühl an diesem Freitagmorgen, als sich die Zugtüren am Bahnsteig A in Kapstadt öffnen. Die Morgensonne lässt das Metall der Gleise mit den dunkelgrünen Waggons um die Wette glänzen, die mit ihrem klassischen Design und dem gepflegten Äußeren einen Hauch vergangener Zeit heraufbeschwören. Wir stehen vor dem African Explorer, einem Sonderzug von Rovos Rail.

Fast 400 Meter ist er lang, auf die 20 Waggons verteilen sich etwa 40 Abteile, zwei Lounges, zwei Speise-, ein Bar- und ein Aussichtswagen – ein elegantes Boutique-Hotel auf Schienen. Mit einem strahlenden Lächeln begrüßen uns die Stewardessen und Stewards, helfen mit dem Gepäck, zeigen den Weg. Drinnen riecht es nach frischem Kaffee und Gebäck, im Hintergrund läuft leise Musik. Während wir noch an unseren Willkommensgetränken nippen, signalisiert der Lokführer bereits die Abfahrt.

Mit einem ordentlichen Ruck setzt sich der Zug in Bewegung. Hinter den Fenstern gleiten gemächlich Marktstände, bunte Häuser, Industriegelände und Wellblechdächer vorbei. Noch sind die Gleise glatt und die Fahrt ruhig, doch bald wird klar: Hier geht es nicht um Geschwindigkeit. Der African Explorer fährt meist mit nur rund 60 Stundenkilometern. Die Langsamkeit ist Teil des Konzepts.

Zum Mittagessen kommen wir alle erstmals im Zug zusammen … (die ganze Story gibt es in BOLD THE MAGAZINE No. 79) …

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Autor:
N. Dexter
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