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DANNY LYON


Mit seiner Faszination für Außenseiter und Subkulturen schuf der US-amerikanische Fotograf und Dokumentarfilmer Danny Lyon, geboren 1942, eine verstärkt subjektive, parteiische Form der Reportage. Er dokumentierte so ab 1962 die schwarze Bürgerrechtsbewegung in den USA. In weiteren Langzeitprojekten widmete er sich immer wieder sozialen Randgruppen, wie etwa den Mitgliedern eines Motorradclubs oder den Insassen eines Gefängnisses. Neben seinen klassischen Fotoserien zeigt die großangelegte Retrospektive auch weniger bekannte Filme, Collagearbeiten und faszinierendes Material aus Lyons Archivschachteln. Mehr dazu in BOLD THE MAGAZINE No . 29. Ausstellung: DANNY LYON – MESSAGE TO THE FUTURE. Bis 27.08.2017. Location: Fotomuseum Winterthur, Grüzenstrasse 44 + 45, CH-8400 Winterthur. Link: www.fotomuseum.ch  Update: Ab 16.09. ist diese Ausstellung im C/O Berlin zu sehen www.co-berlin.org

Image Credits: Bild 1: © Danny Lyon, Student Nonviolent Coordinating Commitee (SNCC) Sit-In, Atlanta, 1963; Danny Lyon, The March on Washington, August 28, 1963 © Danny Lyon, Courtesy Gavin Brown Enterprises; Bild 3: Danny Lyon, Weight lifters, Ramsey Unit, Texa s, 1968 © Danny Lyon, Courtesy Gavin Brown Enterprises; Bild 4: Danny Lyon, Arrest of Taylor Washington, Atlanta, 1963, © Danny Lyon, Courtesy Gavin Brown Enterprises

PROVOKE – JAPAN PHOTOART


Die japanische Zeitschrift Provoke erschien 1968 bis 1969, ist weltweit Kult und gilt heute als eine der wichtigsten fotografischen Publikationen des 20. Jahrhunderts. In ihren drei Ausgaben fanden die besten Arbeiten aus der japanischen Fotografie der 1960er Jahre zusammen. Avantgarde und Lifestyle in einem faszinierenden Rückblick! Erstmals wird jetzt in Winterthur das gesamte Umfeld und der breite Einfluss der Zeitschrift als ein kollektives Projekt beleuchtet. Die umfassende Ausstellung verortet Provoke zwischen den politischen Bewegungen der 1960er und dem Aufblühen der Fotografie in ihrer Beziehung zur japanischen Performance-Kunst während der frühen 1970er Jahre.

Mit Arbeiten von Nobuyoshi Araki, Eikō Hosoe, Kazuo Kitai, Daidō Moriyama, Takuma Nakahira, Shōmei Tōmatsu und vielen anderen, geht die Ausstellung künstlerischen Provokationen nach und zeigt dabei nicht nur die Proteststimmung, sondern auch die performativen Seiten der japanischen Fotografie. Die Ausstellung wurde kuratiert vom Fotomuseum in Zusammenarbeit mit der Albertina, Wien; LE BAL, Paris; und The Art Institute of Chicago. PROVOKE: ZWISCHEN PROTEST UND PERFORMANCE – FOTOGRAFIE IN JAPAN 1960–1975, Fotomuseum Winterthur, Grüzenstrasse 44 + 45, CH-8400 Winterthur. Bis zum 28. August 2016 anzusehen. Link: www.fotomuseum.ch

Fotos / Bildnachweise: Shōmei Tōmatsu, Chi to bara (Blut und Rose), 1969 © Shōmei Tōmatsu, Estate / Galerie Priska Pasquer; Anonym, Proteste gegen den Bau des Narita-Flughafens, um 1969. Courtesy, The Art Institute of Chicago; Yutaka Takanashi, Beatles, Marunouchi Shōchiku, Chiyoda-ku, 1965, © Yutaka Takanashi / Taka Ishii Gallery; Eikō Hosoe, Kamaitachi #31, 1968 © Eikō Hosoe