Buchstäblich auf der Straße entdeckt zu werden, passiert nicht nur Models, sondern kann auch der Beginn großer Schauspielkarrieren sein. Jennifer Lawrence jedenfalls hatte als Kind nicht viel am Hut mit Kameras oder Bühnen, sieht man einmal ab von ein paar Aufführungen in der örtlichen Kirche. Doch bei einem Familien-Trip nach New York City wurde sie als 14-Jährige von einem Talent Scout angesprochen – und auch wenn nicht nur ihre Mutter eher verhalten auf diese Begegnung reagierte, entwickelte sich daraus doch eine Hollywood-Laufbahn, wie es sie nicht alle Tage gibt.
Lawrence, die 1990 in Kentucky geboren wurde und zwischen Pferden, älteren Brü-dern sowie einer vom Vater trainierten Basketball-Mannschaft und Kirchgängen aufwuchs, merkte schnell, dass sich die Schauspielerei bestens eignete, um ihre Hyperaktivität und Außenseiter-Gefühle produktiv zu nutzen. Sie brauchte nicht lange, ihre Eltern dazu zu überreden, erst in New York und dann in Los Angeles für erste Rollen vorzusprechen. 2006 stand sie erstmals für eine Episode der Serie „Monk“ vor der Kamera, ähnliche Rollen folgten. Für die Sitcom „The Bill Engvall Show“ (2007) spielte sie zwei Staffeln lang die Tochter des Komikers Bill Engvall. Ihr Zuhause fand die aufstrebende Schauspielerin dann allerdings im Kino. Schneller als in Lawrences Fall kann ein Aufstieg in Hollywood dabei kaum gelingen. Gleich für ihren zweiten Film, das Independent-Drama „Auf brennender Erde“ von Guillermo Arriaga, wurde sie 2008 beim Filmfestival in Venedig als beste Nachwuchsdarstellerin ausgezeichnet; gut zwei Jahre später wurde sie – mit gerade einmal 20 Jahren – für „Winter’s Bone“ das erste Mal für den Oscar nominiert. Und von da an ging es Schlag auf Schlag (die ganze Story und das große Interview gib es in BOLD THE MAGAZINE No. 81) …



