The BOLD Journal





Kunst und Genuss


Am Abend des 17. Oktober öffnete Bombay Sapphire für ausgewählte Gäste erstmalig die Türen zur CANVAS BAR. In einem ungenutzten U-Bahn-Tunnel mitten in Berlin trafen einzigartige Kunst und außergewöhnliche Drinks auf internationale Prominenz. Neben Kristian Schuller, Natalia Avelon und Roman Knižka gab sich kein geringerer als Star-Fotograf Rankin die Ehre und portraitierte die Künstler der CANVAS BAR sowie ausgewählte Gäste während des Abends. „Ich bin immer wieder gerne in Berlin. Die Stadt hat eine tolle Energie und ist die Heimat vieler großartiger deutscher und internationaler Künstler. Ihre Arbeit hier in der CANVAS BAR live beobachten zu können ist eine einzigartige Gelegenheit und ich freue mich, wieder ein Teil davon zu sein“, erzählte Rankin, der bereits das Debüt der Veranstaltungsreihe in London begleitete.

Nicht nur die Besucher, auch die Künstler machten in der besonderen Arbeitsumgebung neue Erfahrungen. „Wir arbeiten die meiste Zeit ja recht isoliert in Ateliers und präsentieren dann fertige Werke. Hier die ganze Zeit von Zuschauern umgeben zu sein, ist auch eine spannende Situation für uns Künstler“, berichtet der Berliner Maler Olaf Hajek. Von den Kunstwerken und der energetischen Atmosphäre des Abends inspiriert, wurden die zahlreichen Gäste schnell selbst kreativ und griffen zu Stift und Pinsel oder verwandelten den eigens für die Veranstaltung kreierten CANVAS Cocktail in ein vergängliches, aber nicht weniger köstliches Kunstwerk.

BOLD war vor Ort und sprach mit Künstler Olaf Hajek über das Entstehen seiner Kunst und die Zusammenarbeit mit Bombay Sapphire. Am Sonntag werden die bis dahin fertig gestellten Kunstwerke von Künstlern wie Paul Schrader, Olaf Hajek, Stefan Kunz und Sigrid Artmann im Rahmen einer Finissage verkauft. Den Erlös spendet Bombay Sapphire an die Design Akademie Berlin, die sich mit einem interdisziplinären Projekt und zehn Studierenden ebenfalls an dem Projekt beteiligt haben.

 

Herr Hajek, Sie sind als Maler und Illustrator weltweit bekannt und hatten bereits viele Ausstellungen. Wie entwickelte sich in Ihnen, der Entschluss Künstler zu werden?

Also, eigentlich habe ich schon als Kind gezeichnet und gemalt. Das war so mein Ding, womit ich mich beschäftigt habe. Meine Mutter erzählt manchmal, dass ich meist in der Ecke saß und gemalt habe. Ich komme allerdings aus einer Generation, bei der die Eltern immer sagten: „Künstler, auf keinen Fall!“ Ein Freund meiner Schwester nahm meine Mappe dann aber an die Fachhochschule Münster mit und so hatte ich, bereits in der 10. Klasse, meinen Studiumsplatz fest zugesagt bekommen – wegen meines besonderen künstlerischen Talents. Meine Eltern hatten den Beweis, dass ich talentiert bin, dann schwarz auf weiß und sagten: „Okay, du kannst jetzt studieren“. Ich habe mich dann entschieden erstmal Grafikdesign zu studieren und nach dem Studium habe ich mich nach Amsterdam begeben, schickte meine Zeichnungen an Kunden und machte mich als Illustrator selbständig.

Gab es einen Schlüsselmoment für Sie?

Den gab es tatsächlich. Bereits als Kind und später als Schüler besuchte ich eine Reihe von Malkursen. Bei einem Kurs hatte ich eine afghanische Künstlerin als Lehrerin, die mir beibrachte mit den Händen zu malen. Das entwickelt in mir ein völlig neues Gefühl für die Malerei. Ich lernte von ihr viel über Material und die Auswirkungen auf meine Zeichnungen. Das ist auch heute noch der Grund, warum ich als Illustrator nie Digital gearbeitet habe, das Material ist für mich extrem wichtig und ich brauche es, um meine Kreativität ausdrücken zu können.

Wie würdest Du Deine Arbeit selbst beschreiben?

Ich versuche eine universale Sprache zu finden, schöpfe aus vielen verschiedenen Kulturen und bringe all das zusammen. Für mich ist das interessanteste an meiner Arbeit, dass ich international für viele verschiedene Kunden arbeiten durfte, wie zum Beispiel für afrikanische Filmproduktionen, brasilianische Fernsehsendungen oder für afroamerikanische Buchverlage. Das ist schon erstaunlich, da ich meist in Deutschland in meinem Kabuff sitze und dort am Schreibtisch male. Ich bezeichne mich gern als einen modernen Vogue-Art-Künstler, der mit seiner Arbeit aber auch modern-zeitgenössisches vermittelt.

Wie kam es zur Zusammenarbeit mit Bombay Sapphire?

Ich wurde angefragt, da meine Arbeit wohl ganz gut zum Konzept passte. In London interpretierte ich die botanischen und pflanzlichen Inhaltsstoffe des Gins und seine Geschichte. Man gab mir die Bar als Gestaltungsfläche, den Main Piece und ich denke, meine Arbeit ist gut angekommen – und so bin ich auch in Berlin wieder mit dabei.

Wie entwickelst Du Deine Themen, Szenen und kreative Charaktere?

Es kommt immer darauf an, wenn ich einen Auftrag mit einem Briefing bearbeite, schöpfe ich meine Ideen daraus und lass mich von den Fakten bzw. Vorgaben leiten – damit der Kunde am Ende glücklich ist. Wenn ich frei arbeite, lasse ich mich durch meine eigene Ästhetik, durch das was ich sehe, durch das was ich jeden Tag erlebe und natürlich durch meinen Geschmack, durch meine Reisen, mein Kunstinteresse und die Geschichten des Alltags inspirieren. Die Kunst Afrikas, Südamerikas und Indiens hat hier natürlich auch einen großen Einfluß auf meine Arbeit.

Was können wir in Zukunft von Dir erwarten?

Ich werde natürlich auch weiterhin Ausstellungen machen und bringe in diesem Monat eine Stoffkollektion mit Rohleder Home Collection, aus Süddeutschland, heraus. Sonst wird noch nichts verraten und ihr dürft gespannt sein!

Link: www.bombaysapphire.de

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