A FIRE IN MY BELLY – MEDIA ART

Mit der aktuellen Sammlungspräsentation zeigt die Julia Stoschek Collection in Berlin 46 Werke von 36 Künstlern und Künstlerinnen verschiedener Generationen, in denen Gewalt- und Verlusterfahrungen inszeniert, erlebt und verarbeitet werden. Ausgehend von den unterschiedlichen Kontexten der Arbeiten, untersucht die Ausstellung, wie diese Erfahrungen in Gesten von Protest und Widerstand transformiert werden. Film- und Videowerke seit den 1960er Jahre werden ergänzt durch Installation, Malerei, Skulptur und Performance. Der Titel der Ausstellung geht auf den unvollendeten Film A Fire In My Belly (Film In Progress) and A Fire In My Belly (Excerpt) (1986-87) des amerikanischen Künstlers und Aktivisten David Wojnarowicz zurück. Angesichts einer Gesellschaft, die auf individueller und struktureller Ebene von sozialer Ungerechtigkeit und Unterdrückung durchdrungen war, reagierte Wojnarowicz auf die polarisierte und aufgeheizte gesellschaftliche Lage in den USA der 1980er Jahre, in der die AIDS-Epidemie und die „Culture Wars“ das Leben des Künstlers prägten. Video- und Medienkunst- Interessierte finden in Düsseldorf und in Berlin zwei ausgezeichnete Sammlungen vor, in denen die Entwicklungen auf dem Medienkunstmarkt dokumentiert werden. Ausgehend von den ersten künstlerischen Experimenten mit Bewegtbildern der 1960er- und 1970er-Jahre, liegt der Fokus der Sammlung auf zeitgenössischen Positionen und umfasst mittlerweile über 850 Kunstwerke von 255 internationalen Kunstschaffenden. A FIRE IN MY BELLY. Bis 12. DEZEMBER 2021. JULIA STOSCHEK COLLECTION, Leipziger Straße 60, 10117 Berlin. Link: www.jsc.art

Image Credits and Copyrights: (Bilder 1 bis 4) Medienkunstsammlung von Julia Stoschek. (Bild 1) Sophia Al-Maria, Beast Type Song, 2019, Video, 38’03’’, Farbe, Ton. Videostill. Courtesy of the artist and Project Native Informant, London. (Bild 2) Staff, Weed Killer, 2017, Einkanal-HD-Einkanal-HD-Videoinstallation; Filmleinwand, Acrylglasplatten, Vinyl-Bodenbelag, Sitzkissen, HD-Video, 16′49″, Farbe, Ton. Videostill. Courtesy of the artist and Commonwealth and Council, Los Angeles. (Bild 3) Laure Provost, They Parlaient Idéale, 2019, Einkanal-Videoinstallation; Teppich und Kissen mit Digitaldruck, HD-Video 28′30″, Farbe, Ton. Videostill. Courtesy of the artist and carlier | gebauer, Berlin/Madrid. (Bild 4) Cyprien Gaillard, Cities of Gold and Mirrors, 2009, 16-mm-Film, 8′52″, Farbe, Ton. Filmstill. Courtesy of the artist and Sprüth Magers, Berlin/London/Los Angeles.

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