Hommage an die Tradition

Ein Elfer mit Zitaten der 50er- und frühen 60er-Jahre: Als erstes von insgesamt vier Sammlerstücken aus der Heritage Design Strategie präsentiert Porsche die 911 Targa 4S Heritage Design Edition. Historische Designelemente im Exterieur und Interieur wurden neu interpretiert und mit modernster Technologie in einem exklusiven Sondermodell der Porsche Exclusive Manufaktur vereint. Passend zum internen Modellreihen-Kürzel ist die Stückzahl auf 992 Exemplare limitiert. Parallel zur Einführung des Sondermodells sind im Rahmen eines Heritage Design Pakets ausgewählte Interieur-Elemente für alle aktuellen 911-Modelle verfügbar. Exklusiv für die Käufer des Sammlerstücks hat Porsche Design einen hochwertigen, ebenfalls limitierten Chronographen entworfen.

„Mit den Heritage Design Modellen wecken wir bei Kunden und Fans Erinnerungen an die 50er-, 60er-, 70er- und 80er-Jahre. Keine Marke kann diese Elemente so gut in die Moderne übertragen wie Porsche. Damit erfüllen wir die Wünsche unserer Kunden. Zudem etablieren wir mit den exklusiven Sondermodellen eine neue Produktlinie, die innerhalb unserer Produktstrategie für die Dimension ‚Lifestyle‘ steht“, sagt Oliver Blume, Vorstandsvorsitzender der Porsche AG.

Mit der exklusiven Lackierung in Cherrymetallic sowie vier weiteren verfügbaren Exterieurfarben und goldfarbenen Schriftzügen entsteht ein hoch authentischer Look im Stil der 50er-Jahre. Hochwertige weiße Folie-rungen in historischem Design prägen das Exterieur der 911 Targa 4S Heritage Design Edition. Besonders markant ist die speerförmige Motorsport-Grafik auf den vorderen Kotflügeln. Diese sogenannten „Spears“ sind ein Zitat aus der Anfangszeit des Porsche Motorsports. Ein weiteres Highlight ist die Porsche Heritage Plakette am Heckdeckelgitter, deren Design an die Plakette des Porsche 356 erinnert, die damals nach Erreichen der 100.000 Kilometer-Marke vergeben wurde. Das Qualitätssiegel aus vergangenen Zeiten wird – modern interpretiert – das Heck aller vier Porsche Heritage Design Modelle zieren. Die historischen Porsche Wappen von 1963 auf Fronthaube, Lenkrad, Radnabenabdeckungen, Fahrzeugschlüssel sowie geprägt auf Kopfstützen und Schlüsseletui spannen zusammen mit dem serienmäßigen 20-/21-Carrera Exclusive Design Rad und den schwarz lackierten Bremssätteln im klassischen Look einen weiteren Bogen in die Vergangenheit. 

Natürlich ist auch das Interieur eine Hommage an die Tradition: Die exklusive Bi-Color-Lederausstattung kombiniert Leder in Bordeauxrot oder Schwarz mit Clubleder OLEA in Atacamabeige. Mit Kordsamt – eingesetzt auf Sitzen und Türverkleidungen – kehrt ein bereits im Porsche 356 verwendetes Material zurück und lässt den Zeitgeist und die Mode der 50er-Jahre aufleben. Der Drehzahlmesser und die Stoppuhr im klassischem Look mit grüner Beleuchtung unterstreichen die Emotionalität des Konzepts genauso wie der perforierte Dachhimmel in Mikrofaser und die umfangreiche Exclusive Manufaktur Belederung. Eine aus Metall gestaltete Plakette auf der Zierblende der Schalttafel visualisiert die individuelle Limitierungsnummer. 

BOLD sprach mit Ivo van Hulten, Leiter Interieur-Design, über seine Hommage an die Porsche-Tradition und die 911 Targa 4S Heritage Design Edition. Van Hulten wurde 1977 in Waalwijk in den Niederlanden geboren. Sein Studium an der Design Academy Eindhoven prädestinierte ihn für Stationen bei Audi und Opel – hier bereits als Chefdesigner. 2014 folgte er dem Ruf nach Zuffenhausen und zeichnet seitdem als Leiter für das Porsche-Interieur. Er orientiert sich an dem Leitmotiv der klaren Gestaltung und ablenkungsfreien Bedienbarkeit. Digitalisierung und Einfachheit gehören für ihn untrennbar zusammen. So möchte er in Zukunft eine ausgewogene Balance sicherstellen und zwischen der „alten“ und „neuen“ Welt vermitteln.

Herr van Hulten, erzählen Sie etwas über sich. Wann reifte in Ihnen der Entschluss, Designer zu werden?

Ich hatte eine frühe Affinität fürs Kreative und wusste bald, dass ich in diese Richtung gehen wollte. Bereits als Kind habe ich meine Ideen für Sportschuhe oder Autos aufs Papier gebracht, musste dann später aber erst einmal herausfinden, ob man so etwas studieren kann – und ob es einen solchen Beruf überhaupt gibt. Heute geht man kurz online und weiß Bescheid, zumal der Begriff des Designers viel gängiger ist als damals. Es hat bei mir einige Zeit gedauert, bis ich wusste, was ich wollte, und anders, als vielleicht bei anderen Automobildesignern, haben mich immer schon auch andere Dinge interessiert. Ich glaube, das ist mein Erfolgsrezept – meine Designs sollen am Ende ein Gesamtkonzept vermitteln und emotional transportieren.  

Der 911 zählt seit Jahrzehnten zu den Designikonen. Ist es schwer, eine Ikone neu zu interpretieren?

Aus meiner Sicht ist das eine große Herausforderung. Eine Ikone hat von vornherein ein anderes Standing als ein Produkt, was keine Ikone ist, denn hier haben alle Beteiligten bereits Ihr eigenes Bild vor Augen, wie eine Neuinterpretation auszusehen hat. Dabei muss man bei allem Neuen gut darauf achten, dass man dem Kern des Produkts (der es zur Ikone macht) treu bleibt. Das ist eine Kunst für sich. Beim neuen 911 haben wir im Interieur einen ganz klaren Bruch vollzogen und es dennoch geschafft, dass er mehr 911er als je zuvor ist. Unsere Erfolgsformel lautete: sich nicht in Retro-Geschichten verfangen, aber mit Neuem eine Interpretation der Vergangenheit wagen.

Wie lange dauert die Entwicklung des Designs – von der ersten Idee bis zum ersten Prototypen und der nachfolgenden Produktion?

Mit allen Prozessen, die wir durchlaufen müssen, sagen wir: gute vier Jahre. Wir Designer sind in den gesamten Entstehungsprozess schon sehr früh involviert. Ganz essenziell für unsere Arbeit ist die Haptik: Wir müssen neue Materialien sehen und berühren können, um später den Feinschliff des Designs vornehmen zu können. Wir arbeiten aber auch mit digitalen Mitteln, die unsere Arbeit viel effizienter und schneller machen als früher. Beispielsweise nutzen wir VR-Brillen, um für uns wichtige Daten virtuell schon sehr früh im Prozess in 3D sichten zu können. Diese 3D-Daten werden stetig weiterentwickelt und dienen dann auch als Grundlage für die Werkzeuge, mit denen am Ende das Fahrzeug in Zuffenhausen produziert wird.

Auf welches Detail des neuen Porsche 911 sind Sie besonders stolz?

Für mich gibt es zwei Details, auf die ich wirklich stolz bin: Zum einen ist es das Kombiinstrument, das wir mit den grünen Akzenten komplett in die Welt des Heritage versetzt haben, und zum anderen sind es die kleinen goldenen Logos, die man überall findet, zum Beispiel auf der Schalttafel. Für mich sind es meist die kleinen Dinge, die das Gesamtbild am Ende abrunden und vollständig machen.

Und welche Rolle spielt die eigens entwickelte Uhr? 

Wir haben mit der limitierten Auflage des 911-Derivats ein spannendes Fahrzeugprojekt, das in besonderer Weise gestaltet ist. Das Konzept vereint ein modernes Fahrzeug mit Zitaten aus der Vergangenheit, die sich vor allem in einem ganz besonderen Color- und Trim-Konzept im Interieur zeigen. Porsche Design entwickelte dazu eine damit korrespondierende Uhr, die die gleichen Designmerkmale und Materialien aufgreift und vor allem den Lifestyle-Aspekt unterstreicht. 

Die mechanische Uhr ist edel und puristisch gestaltet und wie das Fahrzeug auf 992 Exemplare limitiert. Bei den Details orientierten sich die Designer des Studio F. A. Porsche im österreichischen Zell am See am legendären Porsche 356 und am ikonischen Porsche 911 Targa: So wurde die Gestaltung des Ziffernblatts mit weißem Sekundenzeiger und grünen Ringen in „Phosphor Green“ an Tacho und Drehzahlmesser der Fahrzeuge angelehnt. Die Stundenindizes sind in der Porsche-typischen Schrift ausgeführt. Das Armband ist aus Porsche-Interieurleder und die Prägung „911“ ein weiterer Tribut an die Sportwagen-Ikone.

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