Tag Archives: Photography

AUGENBLICKE


Faszinierende Bilder und informative Hintergrundtexte, das ist die spannende Melange eines gerade erschienenen außergewöhnlichen Bildbandes über Indochina. Auf der  Photo Popup Fair 2018 präsentierten Dr. Georgia Ortner und Rüdiger Schrader ihr für den deutschen und amerikanischen Markt produzierten Bildband „Augenblicke“ mit Streetphotographie. Im Mittelpunkt stehen Leben, Alltag und Kulturen der Länder Thailand, Vietnam und Kambodscha. Außergewöhnlich tiefgründig und teils sehr persönlich sind die Geschichten, die dieses Buch erzählt. Das Mitgefühl, ein zentraler Wert des Buddhismus, ist hier nicht nur ein Wort, in Bild und Text wird der schauend Lesende auf eine emotionale und reflektierende Reise mitgenommen. Es begann mit einer Rucksackreise durch Rumänien vor ziemlich genau 10 Jahren, als Dr. Georgia Ortner die Reisefotografie für sich entdeckte, mittlerweile kann sie ein abwechslungsreiches Portfolio vorweisen. Rüdiger Schrader eröffnet mit hervorragend recherchierten Hintergrundinformationen einen erweiterten Einblick in die sozialen Entwicklungen der Länder Südostasiens. Das schön gestaltete Buch hat gute Voraussetzungen für ein stilvolles Weihnachtsgeschenk und es kann bestens zur eigenen Reisevorbereitung abseits eingefahrener Reiserouten dienen. Gedankenanstöße für eine differenzierte Sicht, nicht nur auf die Länder Südostasiens, inklusive. Buch: Dr. Georgia Ortner und Rüdiger Schrader: Augenblicke – Thailand, Vietnam, Kambodscha. Gegensätze, Geheimnisse, Geschichten. ISBN 978-3-86206-383-3  Link: www.georgia-ortner.com

Image Credits: (Bilder 1 – 4) Cover und weitere Bilder aus dem Bildband AUGENBLICKE, © Dr. Georgia Ortner

CLOSE


In der Ausstellung »Close« ist großartige Portraitfotografie mit internationaler Bedeutung zu sehen. In der CWC GALLERY in Berlin sind zum ersten Mal in Deutschland neue Porträts des Fotokünstlers Martin Schoeller, geboren 1968, ausgestellt. Dessen grandiose Serie »Close Up« begann der Fotograf schon vor über 20 Jahren. Eine Auswahl international bekannter Persönlichkeiten wie Barack Obama, Elton John, Cher, Bono, Karlie Kloss, Christian Bale und Bill Gates, aber auch unbekannter Menschen wird gezeigt und in einer eigenen und unvergleichbaren visuellen Sprache dargestellt. Bekannte Persönlichkeiten wie Angela Merkel, Udo Lindenberg und Adele werden mit derselben Technik und demselben Licht fotografiert wie beispielsweise eine obdachlose Person. Schoeller ist bestrebt, einen Moment einzufangen, »der sich intim und nicht gestellt anfühlt«. Ergebnis dieser Ausdrucksform ist eine besonders tiefe und sensible Darstellung. Unter dem Titel »Close« wurde auch ein neues Fotobuch veröffentlicht. Die Ausstellung ist Teil des »European Month of Photography«. Martin Schoeller wird in Deutschland exklusiv von der Galerie CAMERA WORK vertreten. Ausstellung: MARTIN SCHOELLER – CLOSE. Laufzeit bis 17. November 2018. Location: CWC GALLERY, Auguststraße 11–13, 10117 Berlin. Link: www.camerawork.de

Image Credits:  © Martin Schoeller / Courtesy of CAMERA WORK (Bild 1) © MARTIN SCHOELLER, UDO LINDENBERG, 2012; (Bild 2) © MARTIN SCHOELLER, KARLIE KLOSS, 2017; (Bild 3) © MARTIN SCHOELLER, RIHANNA, 2007; (Bild 4) © MARTIN SCHOELLER, BONO, 2017

CREATE! DISCOVER! CONNECT!


Nicht weniger als 812 Aussteller aus 66 Ländern sind auf der photokina 2018 vertreten. Die großen Kamerahersteller liefern gerade ein Feuerwerk an Neuvorstellungen – mit gleich ganz neuen Systemen: NIKON stellt das Vollformat – Mirrorless System „Z-Mount“ vor, CANON setzt dagegen mit seiner Neuentwicklung „EOS-R“ und PANASONIC LUMIX enthüllt – im Rahmen einer Kooperation mit LEICA und SIGMA in einer „L-Mount-Alliance“ – brandneue „S-Serie“ – Produkte. FUJIFILM stellt eine Mittelformatkamera in besonders kompakter Form vor. Dass das Smartphone für viele Fotobegeisterte die Kamera der Wahl ist, zeigt sich auch in der erstmaligen Teilnahme von HUAWEI auf der photokina: Die integrierte Kamera brilliert mit Leica – Linsen und verspricht noch bessere Bilder dank Künstlicher Intelligenz. OLYMPUS bietet auf seinem Playground unter dem Motto: Eye Photo You“ neue und spannende Bilderlebnisse und Seherfahrungen. Die Photokina findet jetzt jährlich statt und an einem neuen Termin im Frühjahr: SAVE THE DATE: 08. – 11. Mai 2019. PHOTOKINA 2018 – CREATE! DISCOVER! CONNECT! Location: Koelnmesse GmbH, Messeplatz 1, 50679 Köln. Vom 26. bis 29. September 2018. Photokina Night: Freitag, den 28.09. ist bis 21 Uhr geöffnet. Link: www.photokina.com

Image Credits: (Bilder 1 bis 3) Koelnmesse – PHOTOKINA; (Bild 4) Olympus Playground 2018, Foto: BOLD THE MAGAZINE

NO MAN’S LAND


Henk van Rensbergen ist einer der Pioniere des Urban Exploring, immer auf der Suche nach unentdeckten und verlorenen Orten im städtischen Umfeld. Der Fotograf begibt sich mit seiner aktuellen Arbeit in dem Bildband „No Man’s Land“ auf die spannende Entdeckungsreise in von Menschen verlassene Gebäude und Industrieanlagen. Van Rensbergen inszeniert die „Lost places“ wie Szenen aus einer postapokalyptischen Filmstory. Palazzi, ehemalige Fabriken und leerstehende Krankenhäuser werden dabei zu einer hyperrealistischen Parallelwelt, in der sich die Natur und die tierischen Wesen das zurücknehmen, was durch Menschen lange Zeit genutzt worden war. Mehr dazu im Heft BOLD THE MAGAZINE No. 37.  Buch: Henk van Rensbergen, Peter Verhelst: No Man’s Land – Zwischen Utopie und Wirklichkeit verlassener Orte. Knesebeck Verlag, 2018. Link: www.henkvanrensbergen.com

Image Credits: (Bilder 1 – 3) © Henk van Rensbergen / Knesebeck Verlag 2018

COOLNESS


Das ist die Geschichte einer besonderen sozialen Attitude: In vier Kapiteln erzählt diese außergewöhnliche Ausstellung davon, zeigt prägnante und prominente Beispiele durch die Generationen hindurch und beleuchtet den sozialen Background. Die Ursprünge des Begriffes „Coolness“ haben mit dem Ausdruck des Widerstands und einer Selbstbehauptungsstrategie im urbanen, afroamerikanischen Milieu zu tun. Ein Wandel vollzieht sich in den 1950er-Jahren, als Filmstars wie James Dean und Marlon Brando die Coolness in die die weiße Mittelschicht transportieren und sie zum Leitthema einer neuen, rebellierenden Jugendkultur machen. Coolness ist verbunden mit Leidenschaft und wird als Ausdruck besonderer Authentizität verstanden. Mit der verstärkten Globalisierung findet spätestens seit den 1990er Jahren eine Kommerzialisierung von Coolness statt, welche wiederum mit gesteigerter Selbstinszenierung und einem allgemeinen Streben nach individuellem Style einhergeht. Neben Original-Fotografien von Roy Schatt, Michel Comte, Martin Schoeller, Steve Schapiro, Dieter Blum, Olaf Heine, Brian Duffy und vielen mehr, verdeutlichen Exponate wie die Sonnenbrillen von Ray Ban, Kaugummis von Wrigley’s oder der Nike Air Jordan die käufliche Coolness der Konsumgüter. Sonderausstellung: Coolness – Story of an Attitude. Laufzeit bis 30. September 2018. Location: MUSEUM THE KENNEDYS, Auguststraße 11–13, 10117 Berlin. Link: www.thekennedys.de

Image Credits: (Bild 1) © NIKE, AIR JORDAN WERBEFOTO, 1985; (Bild 2) © STEVE SCHAPIRO, ANDY WARHOL, NICO AND THE VELVET UNDERGROUND, LOS ANGELES, 1965; (Bild 3) © HERB RITTS, MADONNA I, SAN PEDRO, 1990; (Bild 4) © THOMAS HOEPKER, MUHAMMAD ALI, JUMPING, CHICAGO, 1966

THE LIVING AND THE DEAD


Die Arbeiten des niederländischen Fotografen Anton Corbijn (geb. 1955) sind längst zu ikonischen Portraits der Popgeschichte geworden und jetzt in einer außerordentlich umfangreichen Ausstellung in Hamburg zu sehen. „Anton Corbijn. The Living and the Dead“ zeigt die Porträts von Musikern und Bands wie Joy Division, Depeche Mode, Tom Waits, U2 oder den Rolling Stones, welche Corbijn berühmt werden ließen. Im Zentrum der Schau steht seine in höchstem Maße autobiografische Serie: „a. somebody“. Für diese inszenierte sich Corbijn als Musiker und fotografierte sich in der ländlichen Umgebung seines Geburtsorts Strijen. Die Idole seiner Jugend waren hier John Lennon, Jimi Hendrix oder Janis Joplin. Gezeigt werden rund 120 Arbeiten Corbijns aus 40 Schaffensjahren, darunter etwa 20 bisher unveröffentlichte Fotografien. Ausstellung: Anton Corbijn. The Living and the Dead. Laufzeit: Bis 6. Januar 2019. Location: Bucerius Kunst Forum, Rathausmarkt 2, 20095 Hamburg. Link: www.buceriuskunstforum.de

Image Credits:  (Bild 1) Ausstellungsansicht Anton Corbijn – The Living and the Dead, © 2018 Bucerius Kunst Forum; (Bild 2) Anton Corbijn: Sinéad O’Connor, Dublin 1990, Leihgabe des Künstlers, © Anton Corbijn, 2018; (Bild 3) Anton Corbijn: Joy Division, London 1979, Leihgabe des Künstlers, © Anton Corbijn, 2018; (Bild 4) Anton Corbijn: Henry Rollins, El Mirage 1994, Leihgabe des Künstlers, © Anton Corbijn, 2018

MARGIANA


Diese Landschaft im Osten Turkmenistans war vor rund 4.000 Jahren die Wiege einer faszinierenden Hochkultur. In der Bronzezeit blühte sie zeitgleich mit den Zivilisationen Mesopotamiens und Ägyptens. Erstmals außerhalb Turkmenistans werden in einer groß angelegten Sonderausstellung im Neuen Museum Berlin die archäologischen Zeugnisse dieser geheimnisvollen Kultur dem interessierten Publikum gezeigt. Es zeigt sich ein spannendes Land zwischen Tradition und Moderne. Die Aufnahmen der archäologischen Stätten, Landschaften, Menschen und Exponate stellte die international renommierte Fotografin Herlinde Koelbl her. Erstaunliche archäologische Relikte stehen so neben Fotos aus dem Leben in dem bisher weitgehend unbekannten Land, welches noch vor kurzer Zeit als die ärmste Republik der Sowjetunion galt. Durch reiche Vorkommen an Erdöl und Erdgas vollzieht sich im heutigen Turkmenistan ein rascher Wandel der Städte und des Lifestyles. Ausstellung: Margiana. Ein Königreich der Bronzezeit in Turkmenistan. Mit Fotografien von Herlinde Koelbl. Laufzeit: Bis 7. Oktober 2018. Location: Neues Museum, Bodestraße, 10178 Berlin. Link: www.smb.museum/home.html

Image Credits:  (Bild 1) Kette mit Lapislazuliperlen, Gonur Depe, „Königsnekropole“, Grab 3230, Ende 3.–Mitte 2. Jtsd. v. Chr. Gold, Lapislazuli, Türkis, Leihgeber: Staatliches Museum Turkmenistans, Aschgabat © Herlinde Koelbl; (Bild 2) Frau in turkmenischer Alltagstracht in Neu-Nisa, 2018, © Herlinde Koelbl; (Bild 3) Schmucknadel mit der Darstellung eines „Baktrischen Kamels“, Gonur Depe, Grab 2900 der Königsnekropole, 18.–15. Jh. v. Chr. Silber, Leihgeber: Staatliches Museum Turkmenistans, Aschgabat; © Herlinde Koelbl; (Bild 4) Margiana. Ein Königreich der Bronzezeit in Turkmenistan. Mit Fotografien von Herlinde Koelbl, Ausstellungsansicht Neues Museum 2018, © Staatliche Museen zu Berlin, Museum für Vor- und Frühgeschichte / David von Becker

BETWEEN ART & FASHION


Carla Sozzani, frühere Chefredakteurin der italienischen Elle und Vogue, hat über viele Jahre Fotografien gesammelt – und seit 1990 in ihrer Mailänder Galerie in enger Verbindung mit zahlreichen international renommierten Fotografen ausgestellt. So zeigte sie auch vier Ausstellungen mit Bildern von Helmut Newton: „Ritratti di donna“ (1993), „Impressions, Polaroids“ (1996), „Us and them“ (1999), zusammen mit seiner Frau June, aka Alice Springs, und „Yellow Press“ (2003). Die persönliche Freundschaft zwischen Carla Sozzani und Helmut Newton mündet 2018 in der Präsentation der vielschichtigen Sozzani-Sammlung in der Helmut Newton Stiftung unter dem Titel Between Art & Fashion. In June’s Room sind anlässlich des 95. Geburtstages von June Newton alias Alice Springs etwa 40 bisher nicht gezeigte Porträts zu sehen, die aus dem Stiftungsbestand ausgewählt wurden. Ausstellung: Between Art & Fashion. Photographs from the Collection of Carla Sozzani. Laufzeit: Bis 18. November 2018. Location: Museum für Fotografie, Jebensstr. 2, 10623 Berlin. Link: www.smb.museum/home.html

Image Credits:  (Bild 1) Mario De Biasi, Gli Italiani si voltano (Italians turn around), 1954 © Archivo Mario De Biasi; (Bild 2) Carlo Mollino Polaroid, 1962-1973 © The Estate of Carlo Mollino; (Bild 3) Erwin Blumenfeld, Le Décolleté (The Décolleté), Victoria von Hagen, for Vogue, New York, 1952 © The Estate of Erwin Blumenfeld; (Bild 4) Paolo Roversi, Meg, Alaïa Dress, 1987 © Paolo Roversi

KÜNSTLER KOMPLEX


Fotografische Porträts von Baselitz bis Warhol: Anhand von rund 180 Arbeiten im Zeitraum von 1917 bis 2000 zeigt die Ausstellung nicht nur die Vielfalt fotografischer Künstler*innenporträts, sie lässt auch die Kunst- und Künstlergeschichte des letzten Jahrhunderts Revue passieren. Berühmte aber auch wenig bekannte Fotografinnen und Fotografen, darunter Berenice Abbott, Brassaï, Henri-Cartier Bresson, Helga Fietz oder Jérôme Schlomoff sind mit ikonischen Porträts von Pablo Picasso und Salvador Dalí über Frida Kahlo und Andy Warhol bis hin zu Jeff Koons und Marina Abramović vertreten. Die Werke stammen aus der Sammlung Angelika Platen. Ausstellung: Künstler Komplex – Fotografische Porträts von Baselitz bis Warhol. Sammlung Platen. Laufzeit: Bis 7. Oktober 2018. Location: Museum für Fotografie, Jebensstr. 2, 10623 Berlin. Link: www.smb.museum/home.html

Image Credits: (Bild 1) Wolfgang Wesener: Keith Haring, 1986 © Wolfgang Wesener; (Bild 2) Jérôme Schlomoff: Georg Baselitz, 1989, © Jérôme Schlomoff, 1988; (Bild 3) Thomas Adel: Marina Abramović, 1994 © Thomas Adel (Bild 4) Lieselotte Strelow: Joseph Beuys, 1967, © Gesellschaft Photo-Archiv e.V. Bonn / VG Bild-Kunst, Bonn 2018

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